«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   







Maria Osmanowa

geb. 1996

Maria ist Studentin der Schiffbauuniversität in der Stadt Nikolajew. Sie und ihr jüngerer Bruder Igor (geb. 1998) werden nur von ihrer allein stehenden Mutter Natalia (1971) erzogen. Die Frau muss nicht nur für zwei Kinder sorgen, sondern sich auch um ihre Mutter, Marias Grossmutter Lidia (1945), kümmern. Die Rentnerin hat Probleme mit ihrem Rücken und bekommt immer wieder starke Schmerzen. Maria unterstützte ihre Familie materiell, kaufte von den von Schweizern gespendeten Mitteln für ihre Grossmutter wichtige Medikamente. Sie deckte auch die steigenden Nebenkosten.

   





Maria Osmanowa

 

Die Jugend soll unsere Hoffnung sein

     Liebe Leserinnen und Leser, wie Sie schon wissen, unterstützt unser Team das Jugendprojekt, wo wir den bedürftigen Teenager beistehen. Wir hoffen, dass dank unserer Kooperation viele von ihnen würdige Menschen sein werden und ihre Träume, was erwünschten Beruf anbetrifft, verwirklichen. Danke, dass Sie mitwirken!

     Die Jugend ist nämlich eine schöne Zeit einerseits, und andererseits ist es die Periode, wenn man mit voller Verantwortung, eigenen Weg zu finden hat. Am wichtigsten ist es, richtige Entscheidungen zu treffen, sich nicht zu irren und den Leuten zu begegnen, die bei einem Jugendlichen als wahre Stütze auftreten. Ein Begabter soll unbedingt einen solchen Menschen haben. Mindestens können wir es dem wünschen! Darunter werden die Lebensgeschichten von zwei talentvollen Jugendlichen dargestellt.

Maria

     Maria Osmanowa, eine 17-jährige Studentin, über welche man ruhig sagen kann: Wahre Schönheit, Kluge und Sportlerin. Sie hat schon ihren Lebensweg gewählt – das Studium an der Nikolajewer Schiffbauuniversität. Sie möchte Ingenieurin werden. Das Leben stellte sie auf die Probe, als sie noch 5 Jahre alt war. In jener Zeit liessen sich die Eltern scheiden, und die Mutter musste es selber irgendwie schaffen, zwei Kinder grosszuziehen. Der alleinstehenden Natalia (1971), die Verkäuferin von Beruf ist, fällt es bis jetzt schwer, zwei Minderjährige zu versorgen. Maria hat auch einen jüngeren Bruder Igor (Jahrgang 1998), der noch in der Schule lernt, zwar in Oberklassen. Bald wird er sich auch für den weiteren beruflichen Weg entscheiden. Das Geschwister ist sehr befreundet.

     Es tut Maria leid, dass sie noch zu „klein“ ist, um richtige Stütze für ihre Familie zu sein. Alles kommt natürlich mit der Zeit. Das Einzige, was sie momentan machen kann, ist es, an alle Türen zu klopfen, irgendwelche öffnet sich vielleicht. Dass sie sich bei uns gemeldet hat, war die Entscheidung solcher Art.

     Ihr Studium nimmt viele Kräfte ab: Höhere Mathematik und deskriptive Geometrie stehlen oft den Schlaf, besonders vor den Prüfungen. Aber Maria hat einen Kampfcharakter und lässt nicht nach. Erst wenn alle Exempel gelöst und alle Skizzen ausgeführt sind, kann sie schlafen gehen.

     Der Sport hat viel dazu beigetragen, dass dieses Mädchen so zielstrebig ist. Maria treibt Leichtathletik professionell und hat schon die erste Leistungsklasse unter den Erwachsenen erworben. Sogar Verletzung des Fussgelenks und ein gezerrter Muskel zwangen sie nicht, auf ihre Leidenschaft zu verzichten. Die teure Ausrüstung, Sport - und Dornenschuhe muss sie aber selber besorgen. Das Geld dafür hat sie kaum. Der Bruder ist Profi im Kickboxen, möchte sich auch in der Zukunft damit beschäftigen.

     Als Sportlerin hat sie schon fast die ganze Unkraine bereist. Zurzeit fällt es ihr schwer, Trainings mit dem Studium zu verbinden. Wenn sie zu viel Aufgaben für die Uni vorbereiten muss, trainiert sie selber oder joggt im naheliegenden Park.

     Um eine gute Fachfrau in der Zukunft zu werden, möchte Maria einen Englischkurs machen. Aus Geldnot kann sie sich das nicht leisten. Die Mannigfaltigkeit ihrer Interessen beeindruckt. Sie liest klassische Literatur, Poesie und meint, man müsse den Sinn für das Schöne unbedingt haben. Vor kurzem wurde Journalistik zu ihrem Hobby. Bald wird sie den Direktor der Universität für den lokalen Fernsehkanal interviewen. Sie träumt, ein Abschlusszeugnis zu bekommen, danach einen guten Job zu finden, um ihrer Mutter und der Grossmutter, deren Rücken weh tut, behilflich zu sein.

     Das Mädchen selbst ist nicht im Stande, alle Probleme aus dem Weg zu räumen, aber sie möchte sehr sich und ihren Nächsten helfen.