«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Jana Alfimowa

geb. 1980

 

   Jana war allein stehende Mutter der zwei Töchter Angelina (geb. 2006) und Valeria (geb. 2011). Die Frau bekam Bauchschmerzen und schenkte ihnen keine grosse Aufmerksamkeit. Sie dachte, diese würden bald vergehen und alles würde wieder in Ordnung sein. Leider lag sie da falsch und mit jeder Minute wurde die Situation immer bedrohlicher. In ernstem Zustand wurde die Frau in die Klinik eingeliefert. Dort musste sie drei Operationen hintereinander überstehen. Die Diagnose lautete Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Zusätzlich wurde die Lage durch einen Darmverschluss, eine Vereiterung und Zellenabsterben erschwert. Frau Alfimowa hatte niemanden ausser der pensionierten Mutter, so wandte sie sich an die Schweizer Spender.
   Die geleistete Hilfe wurde für zahlreiche Arzneien ausgegeben. Leider konnten die Ärzte Jana nicht retten. Janas Mutter Tamara ist jetzt für die zwei kleinen Enkelkinder verantwortlich, die nicht nur geistige Unterstützung, sondern auch vollwertige Ernährung, Schulwaren und Kleidung brauchen. Die Frau dankt allen Schweizer Bürgern für den Kampf um das Leben ihrer Tochter und bittet die gnädigen Spender um Hilfe bei der Erziehung und Ernährung von Angelina und Valeria, weil ihre Rente kaum reicht für die Nebenkosten und knappe Kost.

 

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Alleinstehende Mutter steckt in Todesgefahr

  Es gibt mehrere Aspekte, die die entwickelten Länder von den restlichen unterscheiden. Zu allererst ist da der höhere Lebensstandard. Damit sind die Löhne, Menschenrechte und das Leben der Bürger an sich als höchstes Gut überhaupt gemeint. Im Vergleich zu der dritten Welt gibt es dort eine perfekt funktionierende Krankenkasse. Und wie die Erfahrung zeigt, lohnt sich die Sache – man arbeitet, man zahlt Steuern, aber sollte man krank werden, übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten. Der Patient und seine Familie müssen sich in der Stunde der Not nicht den Kopf zerbrechen, wie sie es schaffen, die dafür nötige Summe in kürzester Frist zu sammeln und aufzubringen. In der Ukraine aber hört sich das als Modell der Zukunft an, das in den nächsten Jahrzehnten kaum realisierbar ist. Und nicht selten kommt es vor, dass bei einem plötzlichen Krankheitsausbruch mittellose Kranke keine Mittel für die errettende Therapie haben und in die Augen des Unvermeidlichen – des Todes – schauen müssen. Noch viel dramatischer ist es, wenn es um eine alleinstehende Mutter von zwei minderjährigen Töchtern geht. Diese traurige Geschichte, auf deren Happy End unser Team nun hofft, offenbaren wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Artikel.

Jana mit den Töchtern auf Angelinas Schulfest, 2012

   Jana Alfimowa (geb. 1980) kommt aus einer Nikolajewer Vorstadt. Sie teilt ein kleines Dorfhäuschen mit ihren zwei kleinen Mädchen, die die ganze Welt für sie bedeuten – Angelina (geb. 2006) und Valeria (geb. 2011). Das Mutterglück durfte sie nicht lange geniessen, denn bald nach Valerias Geburt verliess ihr Mann die Familie und leistet seitdem keine Hilfe mehr. Dadurch, dass die kleinere Tochter sehr kränklich war und wochenlang die Pflege der Mutter brauchte, musste Jana ihre Arbeit als Marktverkäuferin kündigen. Zu Hause musste sich die Frau auch nicht langweilen. Sie hatte einen grossen Gemüsegarten, wo sie Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf anbaute. In der Sache der Erziehung tat sie alles, damit die väterliche Abwesenheit nicht so spürbar und auffällig war. Jana förderte und unterstützte alle Talente und jede Begeisterung der Töchter. Angelina ist eine geschickte Tänzerin und die Mutter verpasste nicht ein einziges Mal ihre Auftritte in der Schule und war immer ihr treuster Fan. Sie begleitete die Tochter in die nächst liegende Stadt Nikolajew, wo sie mit anderen Gleichaltrigen auf der grossen Bühne auftrat. Als die Frau bei der Sammlung von Informationen im Krankenzimmer uns unter Schmerzen anlächelte, erinnerte sie sich an die Erfolge der Tochter. Jede Intonation und jedes einzelne Wort verrieten ganz deutlich, wie lieb sie die Mädchen hat.
   «Wissen Sie, ich habe keine panische Angst um mich selbst. Weinen muss ich jetzt um die Zukunft meiner Töchter. Der Vater beachtet sie nicht und wenn mir etwas Schlimmes passiert, würden sie Vollwaisen. Welch bittere Zukunft hätten sie dann?», seufzt sie und hält sich den schmerzenden Bauch voller Nähte.

Angelina und Valeria in der Stadt, 2016

Die Tragödie bricht herein

 

  Ab und zu bekam Jana Beschwerden. Die Frau hatte kein Geld, um zum Arzt zur Sprechstunde zu gehen und schluckte nur Schmerzmittel. Jedes Mal gingen die Symptome weg und störten Jana eine Weile nicht mehr. Der Tag, an dem sie dachte, er sei der letzte in ihrem Leben, fing nicht wie gewöhnlich an – Jana wollte Frühstück für die Töchter machen, den Haushalt erledigen und am Nachmittag die Wäsche machen. Doch die Bauchschmerzen, die seit dem vorherigen Tag einfach nicht verschwanden, verschärften sich immer mehr und erwiesen sich als aggressiv und plagend. Auf die Frage, warum sie nicht sofort in die Klinik ging, senkte die Frau den Blick und antwortete: «Es machte doch keinen Sinn! Ins Spital muss man mit Geld fahren. Sonst braucht dich da keiner. Und ich gab nicht auf zu hoffen, dass alles vergeht und ich wieder fit werde.»
    Die Möbelrestauration ist überhaupt kein gut bezahltes Gewerbe, trotzdem ist es immer noch angesagt. Philipp traf die Entscheidung, sein Glück zu versuchen. Für die Arbeit solcher Art gibt es gewöhnlich keine festen Arbeitszeiten: um die grosse Menge an Aufträgen zu erledigen, musste Phillipp häufig Mahlzeiten verschieben. In den seltenen kurzen Pausen nahm er verschiedene ungesunde Fast-Food-Speisen zu sich, und im Grossen und Ganzen ass er nur ein- oder zweimal pro Tag, was für einen jungen Körper viel zu wenig ist. Jeder von uns weiss, dass die Nahrung der Grundstoff für den menschlichen Körper ist: je bekömmlicher, nährreicher und frischer das Essen ist, desto kräftiger wird unser Körper. Die gegenwärtige Realität ist aber unerfreulich – der grösste Teil des Einkommens eines Durchschnittsukrainers wird für Wohnungsmiete und Nebenkosten ausgegeben. Unter solchen Bedingungen muss man mit wenig zufrieden sein. Doch die Gesundheit kann dies nicht lange ertragen und bricht nach einer Weile komplett zusammen…
   

Jana mit den Töchtern, Weihnachten 2013

   Leider hatten die Schmerzmittel keine positive Wirkung, so dass die Frau ohne Schluchzen die Schmerzen nicht mehr ertragen konnte. Nachdem sie deutlich verstanden hatte, dass ihr Leben in höchstem Masse gefährdet war, wurde der Notdienst alarmiert. Als Jana in die Klinik eingeliefert wurde, zeigten die Proben eine sehr bedrohliche Lage.
   Eine Stunde später lag die Frau schon auf dem Operationstisch. Die Ärzte stellten die Ursache der fürchterlichen Schmerzen fest – eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Leider war dies nicht die einzige Diagnose. Ein Darmverschluss, Vereiterungen und abgestorbenes Gewebe verschärften ihre Lage zusätzlich.
   Alle geringen Mittel, die Jana und ihre pensionierte Mutter hatten, wurden schon am gleichen Tag für den Noteingriff ausgegeben. Janas Zustand ist sehr ernst. Die Funktion ihres Magendarms ist stark beeinträchtigt. Um überleben zu können, muss die Frau eine effiziente und zugleich kostspielige Therapie in Anspruch nehmen. Weder Jana noch ihre betagte Mutter haben irgendwelche Mittel, um die vom Arzt verschriebene Medikamente zu besorgen. Finanziell steht die Familie vor dem Nichts. Jeder Tag der Verzögerung kann tödlich enden.

Jana in ernstem Zustand hofft auf Rettung, heute

   Das Leben ist unvorhersehbar. Keiner weiss, was ihm die nächste Stunde bringen wird. Jeder einzelne Mensch kann erkranken, dagegen gibt es kein Wundermittel. Schade ist, wenn allein die Finanzen über den Krankheitsverlauf und gar die weitere Existenz entscheiden. Bei der Frau Jana Alfimowa ist dies genau der Fall. Die 37-jährige Mutter der zwei minderjährigen Mädchen ist gesundheitlich angeschlagen und ihre Zukunft, ja ob sie überhaupt überlebt und wieder zu ihren Töchtern heimkommt, hängt von der teuren Therapie ab, die ihre Familie nicht in der Lage ist zu bezahlen. Liebe Spenderinnen und Spender! Unser Mitmachen bei Janas Lebensrettung könnte die Frau auf die Beine bringen und ihre Kinder nicht verwaisen lassen! Wollen wir im Rahmen der „Retten Sie Leben!“-Aktion alle dieser armen Frau ein Stückchen unserer Herzenswärme schenken und die schweren Unglückswolken aus ihrem Horizont vertreiben!