«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Elena Jermakowa,

geb. 1982

 

  Elenas Alltag sah wie der von Millionen anderen Ukrainerinnen aus – zusammen mit dem Mann erzog sie ihre 8-jährige Tochter, führte den Haushalt, arbeitete. Aber Elena hat eine Dauerdiagnose – Stenose des Magens. Ab und zu musste die Frau stationär behandelt und einer Infusionstherapie unterzogen werden. Ganz unerwartet nahm die Krankheit einen bösen Verlauf. Eines Tages wurde Elena plötzlich schlecht, ihr Bauch schwoll gewaltig an, sie wurde von heftigen Schmerzen im Abdomen durchdrungen. Die Frau wurde unverzüglich ins Krankenhaus gebracht, wo Mediziner bei ihr eine Darmfellentzündung diagnostizierten. Am Abend desselben Tages wurde sie operiert. Der heutige Zustand Elenas ist recht ernst. Sie ist bei Bewusstsein, aber überaus schwach. Es kommt vor, dass die Frau ausser Stande ist, selbstständig zu atmen; dann wird sie an das Beatmungsgerät angeschlossen.
  Der Tod droht Frau Jermakowa ihren Ehemann Dmitrij wegzunehmen. Der Mann ist ganz trostlos, weil die Kosten für die Behandlung Elenas für ihn leider viel zu hoch sind. Das Leben der Frau kann nur anhand von mehreren Medikamenten bewahrt werden, eine Liste, die sich so gut wie stündlich vergrössert. Ausserdem ist Elena auf parenterale Ernährung angewiesen, die auch viel Geld verschluckt. Der verzweifelte Dmitrij bittet die Schweizer Gönner, seinen Notschrei zu erhören, womöglich für die Therapie seiner Frau zu spenden und sie dadurch aus dem Rachen des Todes zu retten.

   



Tätiges Mitgefühl ist die Weisheit des Herzens


    Mitgefühl ist kein Erbarmen. Es ist die Fähigkeit mitzufühlen, zusammen mit einem anderen Menschen das Leiden zu ertragen, jemandes Marter, jemandes Schmerz zu teilen. Wir sind zwar nicht in der Lage, uns ganz in die Rolle eines anderen zu versetzen und in vollem Masse seine Verzweiflung zu erleben. Doch wir können zulassen, dass dieser fremde Schmerz unser Herz durchsticht, damit das vor unseren Augen sich abspielende Leiden uns bis ins Innerste der Seele erschüttert. Aber dafür muss unser Herz offen und darauf gefasst sein, einen Stich versetzt zu bekommen. „Wirkliches Mitleid stellt sich nur dann ein, wenn sich ein Mensch in seiner Einbildung in die Lage der leidenden Person versetzt und das tiefe Leiden wirklich verspürt“, so ein russischer Schriftsteller. Liebe Spenderinnen und Spender, fühlen wir uns heute in die traurige Geschichte der Ukrainerin Elena Jermakowa (geb. 1982) ein! Möge das Leben der Frau durch unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme erhalten werden!

Geburt der kleinen Kristina, Mai 2010    Eine glückliche Elena vor dem Hausfenster, Januar 2011


Eine Vergangenheit voller Liebe und Familienglück


   Elena und Dmitrij sind ein Herz und eine Seele. Ihren Freunden zufolge ist ihr Eheglück fast schon zu beneiden. Gegenseitiges Verständnis, Sorgfalt und Liebe sind bei diesem Paar die drei tragenden Säulen des Ehelebens. Die Frau schaffte immer die Nestwärme - ihre immer saubere Wohnung ist zwar klein, aber voller Blumenstöcke, in der Küche duftet es stets nach leckerem Essen, zudem schälte Elena Nüsse, um ihren wenn auch nur geringen Beitrag zum Haushaltsbudget zu leisten. Der Mann macht alle möglichen Anstrengungen, um das Leben seiner Frau und der Tochter besser zu meistern, doch sein Verdienst als Bauhilfsarbeiter ist recht jämmerlich. Die Familie ist jedoch mit wenig zufrieden. Hauptsache, die Gesundheit stimmt. In dieser Hinsicht ist aber nicht alles in Ordnung. Elena leidet an einer chronischen Erkrankung – Stenose des Magens. Periodenweise unterzog sich die Frau einer Krankenhausbehandlung, die eine Infusionstherapie enthielt. Dies betrachtete die Frau aber als nichts Besonderes. Elena liess sich den Familienfrieden durch die Krankheit nicht zerstören. Aber weit gefehlt. Wider jeglichen guten Willen hat sich Elenas Lage zugespitzt.
    Der in der Folge beschriebene Tag versprach grossartig zu werden. Das Wetter war herrlich. Elena, Dmitrij und ihre Tochter Kristina entschieden sich für ein Picknick im Park. Sie spielten Federball, genossen die Sonne und hatten viel Spass. Plötzlich verzog sich Elenas Gesicht vor Schmerzen, seufzend griff sie sich an den Bauch. Die erschrockene Kristina fing an zu weinen. Dmitrij wählte mit zittrigen Händen die Notfallnummer. Ohne Aufschub wurde Elena ins Krankenhaus eingeliefert. Das Verdikt der Mediziner lautete auf Darmfellentzündung. Der Zustand der Frau war überaus ernst, ohne zu zögern wurde eine Operation durchgeführt. Die ganze Zeit über befand sich Dmitrij an der Tür des Operationssaals. Er wusste nichts mit sich anzufangen. Die Angst, seine Frau verlieren zu können, fuhr ihm in die Knochen. Endlich kam der Arzt und liess den von Kümmernis geplagten Mann wissen, die Operation sei gut verlaufen. Ein Seufzer der Erleichterung, ein warmer Händedruck zum Beweis der Dankbarkeit und Tränen der Freude, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet hatten.

Die Sache wird ernster als erwartet


   Elena kam zu Bewusstsein, bleich und entkräftet nach dem operativen Eingriff reagierte sie auf ihren Mann mit einem fahlen Lächeln. Sie konnte schon reden, machte sich Sorgen um die Tochter. Von Dmitrij diesbezüglich beruhigt schlief sie wieder ein. Die frühpostoperative Periode schien ziemlich gut zu verlaufen. Doch plötzlich verschlechterte sich Elenas Zustand. Die Frau hörte auf, selbständig zu atmen. Folglich wurde sie an das Beatmungsgerät angeschlossen. Nur Gott allein weiss, wie es bei Elena weiter gehen wird. Jetzt wird um ihr Leben gekämpft. „Aus heutiger Sicht ist die Patientin in einem ziemlich ernsten Zustand. Daher weigere ich mich, die Aussichten rosarot zu malen. Jetzt wird die Frau parenteral (mit Injektionen) ernährt. Beschafft man all die nötigen Medikamente, erhöht sich die Chance auf Besserung“, so der behandelnde Arzt Elenas.
    Für die Therapie der Frau Jermakowa werden wirklich viele und bei alledem recht kostspielige Arzneimittel gebraucht. Elenas Mann mit seinem bescheidenen Lohn des Bauhilfsarbeiters ist einfach unfähig, die Behandlung der Frau zu bezahlen. Deswegen ist Dmitrij ausser sich vor Verzweiflung und Hilflosigkeit. „Ich mühe mich wie ein Fisch auf dem Trocknen ab, versuche Hilfe wo immer möglich zu bekommen. Die Freunde von uns sind genauso arm wie wir. Zwar borgten sie mir nach Möglichkeit etwas Geld, dies reichte aber bloss für ein paar Tage postoperativer Nachsorge. Das Überleben meiner Frau hängt davon ab, ob ich es schaffe, die Mittel für die zahlreichen Medikamente und parenterale Ernährung zu finden. Falls ich die Sache vergeige, und Elena meinetwegen stirbt, werde ich es mir nie verzeihen… Als ich im Krankenhaus von der SOS GERASJUTA Stiftung erfuhr, glomm in mir ein Hoffnungsfunke auf…“, so Elenas Ehemann.
    Die Lebenssituation von Elena Jermakowa und die Trostlosigkeit ihres Mannes liessen uns selbstverständlich unseren Gleichmut nicht bewahren. Da die Existenz der Frau in Gefahr ist und keine Verzögerung geduldet wird, nahmen wir prompt die Sammelaktion für Elenas Lebensrettung in Angriff. Alle hoffen, dass die Hilfe gerade noch rechtzeitig eintreffen und auch diesmal der Tod im Nachteil sein wird!

Elena und ihre Tochter bei einem Familienfest, September 2014    Dmitrij unterstützt Elena in ernstem Zustand, heute


    Wir haben natürlich keine Glaskugel, aber wir glauben, dass Elena Jermakowa noch viele glückliche Jahre vor sich hat. Sie wird die Hochzeit ihrer Tochter miterleben, Enkelkinder auf den Arm nehmen… Aber dafür muss ihr heute geholfen werden. Und es steht in unseren Kräften, liebe Gönnerinnen und Gönner! Wäre es nicht schön, das Leben von Elena zu bewahren, und dadurch ihre achtjährige Tochter Kristina vor dem Halbwaisenstand und ihren Mann Dmitrij vor der Verwitwung zu bewahren? Eine schon geringste Beteiligung von uns kann in dieser Sache den Unterschied machen. Wollen wir agieren!