«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Marina Ganoschenko

geb. 1970

Tochter Kristina

geb. 2012

 

 Kristina, das dritte Kind von Marina Ganoschenko, hat einen angeborenen Herzfehler und leidet an der Hirschsprung-Krankheit, welche zu Entwicklungsstörungen des Dickdarms führt. Der zweite chirurgische Eingriff zog Komplikationen nach sich, und der Darm platzte. Das Mädchen lag auf der Intensivstation des Chersoner Kinderregionalspitals und kämpfte um sein Leben, als seine Mutter Marina sich bei unserem Hilfswerk meldete. Die Ganoschenkos konnten die Mittel für die Behandlung ihres kranken Kindes nicht aufbringen, denn Marina befand sich noch im Mutterschaftsurlaub, und ihr Ehemann Oleg bekommt als Fahrer nur ein geringes Einkommen. Neben Kristina ziehen sie noch den älteren Sohn Andrej (geb. 2000) und die Tochter Sofia (geb. 2008) gross.
 Die grossherzigen Schweizer Bürger eilten zu Hilfe: Dank der Spende konnten Kristinas Behandlung bezahlt sowie teure medizinische Waren – wie zum Beispiel der Stomabeutel (künstlicher Darmausgang) – besorgt werden.
 Kristina ist zu Hause und ihr Leben ist inzwischen ausser Gefahr, sie überstand erfolgreich eine weitere Operation – die Ärzte „leiteten“ einen Teil ihres Dickdarms nach innen. Dieser Eingriff wurde mit dem Spendengeld aus der Schweiz bezahlt.
 Frau Ganoschenko äussert ihren herzlichen Dank für die Unterstützung.



   




 

Fröhlicher Ostertag und ein leidendes Kind

   Ostern ist das grösste und weltumfassende Fest der Christen. Das Wichtigste in dessen Erwartung ist das Überdenken des inneren Geisteszustands, der eigenen Taten, Lebensweise und Gefühle. Dadurch wird die Seele frei und das Leben gewinnt an Sinn. Wenn wir das göttliche Licht in uns hineinlassen, füllen wir uns mit Gottes Gnade, die als Schutzamulett gegen alle bösen Kräfte dient, und dann passieren nur positive Ereignisse.
   Wie es aber oft vorkommt, existiert nicht nur das Gute, sondern auch das Böse und Negative. Ein tiefer Schmerz, nämlich die Krankheit der Tochter, hat der Familie Ganoschenko die Freude dieses Festes geraubt… Liebe Gönnerinnen und Gönner, das Team der SOS GERASJUTA Stiftung möchte mit dieser Osteraktion Ihre Aufmerksamkeit auf das schwerkranke Mädchen Kristina Ganoschenko (geb. 2012) lenken, das Ihre Förderung und Unterstützung jetzt dringend braucht.

Von der Freundschaft zur Liebe ist es nur ein Schritt

  Die Geschichte der Ganoschenkos begann in den fernen 70er Jahren, in der Kindheit von Kristinas Eltern – der Mutter Marina (geb. 1970) und des Vaters Oleg (geb. 1968). Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Sie waren Nachbarn und wohnten lange in einem Hochhaus, darum verbrachten sie seit dem frühen Alter viel Zeit miteinander. Diese zwei jungen Menschen waren wie Topf und Deckel, das heisst, sie machten alles so einträchtig, dass ihre Eltern schon damals sicher waren, dass sie früher oder später heiraten würden. Für einen sehr langen Zeitabschnitt pflegten sie ihre freundschaftlichen Beziehungen nur als Kollegen.
  Obwohl es immer klarer wurde, dass Oleg Marina mehr als nur eine Freundin betrachtete, erwiderte sie ihrerseits seine Liebe nicht. Und alle Versuche des Mannes, in der Gunst seiner Nachbarin zu steigen, waren umsonst.
  Die Jahre vergingen wie im Fluge. Oleg gründete eine Familie mit einer anderen Frau. Sie brachte den hübschen Jungen Andrej (geb. 2000) zur Welt. Aber diese Ehe war nur von kurzer Dauer. Als der Sohn erst vier Jahre alt war, erkrankte seine Mutter an Tuberkulose, die ihren Tod zur Folge hatte. Das war wirklich ein schwerer Verlust. Aber nach einer Weile führte das Schicksal den alleinerziehenden Vater und seine frühere Spielgefährtin Marina wieder zusammen. Und diesmal kamen sich ihre Lebenswege nicht nur nahe, sondern sie vereinigten sich. Das Paar zog zusammen, und als Frucht ihrer Liebe wurde ihre erste gemeinsame Tochter Sofia (geb. 2008) geboren. Vier Jahre später bereiteten sich die Eheleute vor, zum dritten Mal glückliche Eltern zu werden. Alles lief bestens, aber im sechsten Monat der Schwangerschaft zog sich Marina eine Lymphknotenentzündung zu. Dieses Leiden konnte nach Ansicht der Ärzte die Entwicklung des noch ungeborenen Kindes negativ beeinflussen. Ab diesem Zeitpunkt, als das unschuldige Wesen das Licht der Welt noch nicht erblickt hatte, fing sein echter Überlebenskampf an…

Glückliches Kind, 2014

Schwere Prüfungen für die Kinderseele

  Das kleine Mädchen Kristina trat ins Dasein, zwischen Leben und Tod schwankend. Es wurde ihr die Diagnose angeborener Herzfehler gestellt. Es waren auch einige Darmbeschwerden erkennbar, aber die Ärzte sagten, das sei ganz normal und es gäbe keinen Grund sich zu sorgen. Für längere Zeit befand sich das Baby in der Abteilung für Frühgeborene. Als die Kleine ein bisschen zu Kräften kam, entschieden die Ärzte, sie aus dem Krankenhaus zu entlassen. Das war wohl ein verhängnisvoller Irrtum. Marina sah, dass ihre Tochter immer noch ernste gesundheitliche Probleme hatte und noch nicht geheilt war und deshalb weiter die Aufsicht der Ärzte brauchte. Aber niemand wollte auf die Worte der besorgten Mutter hören. Mit bedrücktem Herzen brachten die Eltern das neugeborene Familienmitglied heim.

Kristina mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, Anfang 2016

   Eines Tages bemerkte Marina grosse Beulen auf Kristinas Bauch. Ohne Zögern brachte die Mutter ihr Töchterchen wieder in die Klinik. Die Frau war sicher, dass es etwas Schlimmes war und das Kind behandelt werden musste. Während die Fachleute alle erdenklichen Untersuchungen durchführten, wurde der Bauch immer grösser. Die Familie insistierte, aber die Mediziner zogen die Schultern hoch und sagten, nur eine harmlose Gasbildung sei die Ursache. Schliesslich wurde doch die Hirschsprung-Krankheit diagnostiziert, die sich in einem Darmverschluss äussert. Dieser ärztliche Abschlussbericht gab Antworte auf viele Fragen. Wie schade, dass es schon zu spät war. Die Situation war so schlimm, dass kein anderer Ausweg blieb als ein chirurgischer Eingriff. Im Laufe dieser Operation wurde ein Teil des Darmes durch den Bauch entfernt. Oleg und Marina machten alles, was sie nur konnten, um die kleine Kristina zu retten. Sie besorgten Medikamente für die ersten Tage im Spital und spezielle Geräte. Nach einiger Zeit wurde das Mädchen für eine zweite Operation vorbereitet, um die normale Funktion des Darmtraktes wiederherzustellen. Alles verlief komplikationslos. Die Eltern befanden sich in einem Zustand der vollen Ermattung, sie begriffen klar, dass der kleine Körper ihrer Tochter zu kollabieren drohte, auch wenn es schien, dass das Schrecklichste vorbei war. Sechs Tage später bekam das Kleinkind Fieber. Wie es sich herausstellte, hatte sich die Darmnaht getrennt. In der nötig gewordenen Sofortoperation wurde für die Stuhlentleerung eine Dickdarmfistel angelegt.

   

Kristina mit Schwester Sofia, Neujahrsfest

   Liebe Leserinnen und Leser, dieses hilflose schwache Mädchen wird momentan auf der Intensivstation behandelt. Sein Allgemeinzustand ist stark beeinträchtigt. Die Mutter und der Vater sind tief verzweifelt: Oleg arbeitet als Fahrer, Marina erhält nur ein geringes Elterngeld. Ihre finanziellen Mittel sind längst aufgebraucht. Schade, dass das Geld ein Schlüsselfaktor ist, der bestimmt, ob ein Mensch am Leben bleibt oder nicht. Schenken wir dieser kleinen Seele doch die Möglichkeit, statt dem Krankenzimmer und den Krankenschwestern endlich wieder ihr langersehntes, gemütliches Zuhause und ihre lieben Geschwister zu sehen! Zusammen können wir ein Beispiel der Gutherzigkeit, des Mitleids und der Anteilnahme geben. Wir danken Ihnen im Voraus und wünschen Ihnen fröhliche Ostern, warme Frühlingssonnenstrahlen, schöne Festtage und gemütliche Stunden im Kreise Ihrer lieben Menschen!

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Intensivstation, neulich