«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Anna Knot,

geb. 1975

 

   Frau Knot kommt aus der Stadt Nikolajew, sie hat ihren liebenden Mann Roman (Jahrgang1973) und zwei fleissige Kinder: Dmitrij (20) und Alina (17). Die Frau ist in der regionalen Kinderbibliothek tätig, ihr Mann arbeitet in einer Firma als Wächter. Die Löhne des Ehepaares reichten fast immer für die Nebenkosten, Studiengebühren der Kinder und Lebensmittel. Neulich passierte mit Anna ein Unglück – sie bekam akute Bauchschmerzen. Die Diagnose lautete Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Absterben der Zellen.
   Um diesem extrem ernsten und bedrohlichen Zustand zu entfliehen, braucht sie jede Menge kostspielige Medikamente. Weder Arzneien noch Prozederen können von ihrem Mann bezahlt werden, weil das Familienbudget der Knots schon lange aufgebraucht ist. Aus diesem Grund wendet sich Roman an Schweizer Gönnerinnen und Gönner mit der Bitte um Hilfe bei der Lebensrettung seiner lieben Frau.

df   df

 

Den Schmerz verkneifend der Todesgefahr trotzen

     Wovon träumt heutzutage jede Frau? Eine breite Mehrheit der weiblichen Welt glaubt demnach, das Wichtigste sei der Zusammenhalt in der Familie, das Aufziehen von fleissigen Kindern und die Realisierung des eigenen Potenzials. Mit 20 Jahren weiss eine junge Frau noch nicht, welche Herausforderungen sie in der Zukunft erwarten. Die Lebensumstände jedes Menschen fügen sich unterschiedlich zusammen. Jeder geht seinen eigenen Weg: Widmet sich den Nächsten und der Arbeit oder versucht stets, neue Begabungen bei sich zu entdecken und die Welt mit ihren Geheimnissen und Rätseln zu erkennen. Der Lauf der Dinge ist jedoch unvorhersehbar, und man weiss nie, was das Schicksal einem hinter der nächsten Kurve bereit hält - Erfolg, Glück oder aber Schmerz und Marter. Bedauerlicherweise hängt von bloss unserem Wunsch kaum etwas ab, das Los bereitet uns die Hindernisse und Strapazen nach seiner eigenen Wahl. Genau von diesen Launen des Schicksals und Unbilden gegenüber der Ukrainerin Anna Knot wird in diesem Artikel berichtet. Sehr geehrte Spenderinnen und Spender, wenden Sie bitte einige Minuten Ihrer wertvollen Zeit für die Geschichte dieser armen Frau auf.

Пара влюбленных в канун Нового года, 2017

Anna Knot mit ihrem Mann Roman an der Meeresküste, Sommer 2014

Эльдар в реанимации, сегодня

Die Familie Knot feiert den internationalen Familientag, Nikolajew 2008

 

Wenn das Glück überquillt

     Das Dasein von Anna Knot war früher ganz ruhig und geregelt. Sie fand ihren Lebenszweck und schwamm nicht einfach mit dem Strom, sondern genoss jeden Augenblick. Sie war liebevoll, da sie die Ehefrau eines tollen, liebenswürdigen Mannes und die Mutter von zwei wundervollen Kindern war.
     Vor zwanzig Jahren, als Roman und Anna sich zum ersten Mal begegneten, war den beiden sofort klar, dass sich ihre Lebenswege verbinden wollen. Roman wurde von diesem hübschen, sonnigen Mädchen mitten ins Herz getroffen. Annas Lächeln, ihre Stimme und etwas philosophischen Gedankengänge faszinierten den jungen Mann und seitdem trennten sie sich nicht mehr. Als ihr Erstling, der Sohn Dmitriy, das Licht der Welt erblickte, war das Leben der Knots mit echtem Sinn erfüllt. Durch die kindlichen Laute erlebten sie grenzenloses Glück und ihr Haus wurde in ihrer Wahrnehmung zum vertrautesten und hellsten Ort auf Erden. Nach drei Jahren wurde ihre Tochter Alina geboren. Alles schien perfekt zu sein, die Eltern fühlten sich im siebten Himmel...
     Die Zeit vergeht in fliegender Eile, der Sohn studiert schon Systemtechnik an der Uni, die Tochter schliesst die Schule ab und macht sich nun vor allem Gedanken über ihre wahre Berufung. Anna arbeitet in der Bezirkskinderbücherei und ihr Mann Roman als Wachbeamter in einer Privatfirma. Alle Dinge nahmen ihren gewohnten Lauf, und nur eine einzige Sache blieb stabil – ihre Liebe und Harmonie.
     Sie führten ein ruhiges, ausgeglichenes Leben und spürten keine Not. Der Alltag des Ehepaares war mit Energie geladen, Anna und Roman machten immer wieder Ausflüge mit den Kindern, um stets eine aktive Lebensweise zu führen. Die Familie langweilte sich nie und war mit allem zufrieden. Jedoch hatte Anna den Wunsch, an die Meeresküste zu fahren, damit all die alltäglichen Kümmernisse, die wohl oder übel auf die eine oder andere Weise jedem begegnen, symbolisch vom frischen, maritimen Wind verweht werden. Obwohl dieser Traum noch nicht in Erfüllung gehen konnte, verzagte die Frau nicht. Es gab nur eine Sache, die das Idyll ihres Lebens störte, und zwar ständige Schmerzen im Bauch. Mehrere Arztbesuche ergaben kein Ergebnis. Es wurden ganz verschiedene Ursachen wie Skoliose oder ein Magengeschwür vermutet. Die verordneten Therapien hatten keine positive Wirkung. Und wenn sie früher bloss kleine Unbehagen darstellten, kam es eines Tages zu einer Verschlimmerung, die zu einer Katastrophe führte.

Ein Tag aus dem Leben oder das ganze Leben in einem Tag

     Das war jener unselige Tag, als Annas Alltag auf eine harte Probe gestellt wurde. Der Tag, welcher alles veränderte, die Prioritäten, Träume und Ziele. Anna tauschte lächelnd die letzten Neuigkeiten mit einer Kollegin aus, als sich plötzlich ihr Gesicht vor bitterer Pein verzog. Ihre Mitarbeiter riefen schnell einen Krankenwagen. In der Klinik wurden bei der Frau etliche Analysen und eine Kernspintomographie der inneren Organe durchgeführt. Im ersten ärztlichen Gutachten wurde Appendizitis festgestellt. Ohne Aufschub machte man ein Kardiogramm und prüfte die Narkoseverträglichkeit. Annas Verstand wurde vor Schmerzen ganz verfinstert, sie begriff kaum, was um sie herum geschah. Roman wich nicht für eine Minute von Annas Seite. Unter Einsatz aller Kräfte versuchte er in Anwesenheit seiner Frau keine Angst zu zeigen. Nur hinter der Tür des Krankenzimmers liess er eine karge männliche Träne über die Wange laufen, dann stürzte er auf die Knie nieder und bat Gott schluchzend um die Genesung seiner geliebten Ehefrau, die ihm nicht nur zwei Kinder, sondern die ganze Welt geschenkt hatte.
     Als die Ärzte sich für die Durchführung der Operation entschieden, stellte sich heraus, dass die Ursache der furchtbaren Krankheit bei Anna in einem anderen Organ steckte. Das Äussere der Bauchspeicheldrüse zeigte, dass ein Grossteil ihrer Zellen schon verfault war, was ihre Fehlfunktion und eine starke Intoxikation zur Folge hatte. Die Frau musste die Operation überstehen, in deren Verlauf die Drüse von den abgestorbenen Zellen befreit wurde.
     Jetzt ist Anna bei Bewusstsein, sie kann aber kaum ein Wort sprechen. Die Frau hat einen niedrigen Blutdruck und bekommt Infusionen für seine Aufrechthaltung und für das Ausscheiden der Toxine aus dem Körper. Hier kann jede Minute entscheidend werden. Anna stehen noch etliche operative Eingriffe bevor – die erneute Entfernung der abgestorbenen Zellen und eine Magenspülung durch eine Drainageröhre. Die Zukunft der Frau ist von einer Menge von Medikamenten und Antibiotika für die Behandlung der Bauchspeicheldrüse abhängig. Die Ärzte kämpfen mit allen möglichen Mitteln um Annas Überleben. Und dem Ehemann und den Kindern bleibt nichts anderes übrig, als in solch einer düsteren Zeit das nötige Geld für die Finanzierung der Behandlung zu suchen.

Руслана и Эльдар на прогулке, 2016

Anna und ihr Sohn Dmitrij nehmen an einer Veranstaltung zum Buchtag teil, Herbst 2008

 

 

Эльдар и Руслана на природе, осень 2017

Frau Knot auf der Intensivstation, Aufnahme von heute

     Nur wenn man mit ernsten Strapazen konfrontiert wird und nicht der geringste Lichtstrahl zu sehen ist, kann es einem scheinen, das Glück sei absolut unerreichbar. Allerdings gibt es in den meisten Fällen einen Ausweg! Liebe Gönnerinnen und Gönner, es ist von unserer Anteilnahme abhängig, ob Anna ihre Krankheit durchsteht. Das Schicksal der Frau liegt in unseren Händen. Alle Mittel der Familie sind schon aufgebraucht, deswegen wird jetzt die Hilfe vonseiten nicht gleichgültiger Schweizer benötigt. Annas Familie wird sich Ihnen gegenüber für immer und ewig für jegliche Zuwendung erkenntlich erweisen. Möge die wundervolle Mutter und liebende Ehefrau im Rahmen des Projekts «Retten Sie Leben» am Leben bleiben! Mit unseren gemeinsamen Kräften können wir dies bestimmt zur Verwirklichung bringen.