«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Olga Lewtschuk

und Tochter Aleksandra

 

Aleksandras Leben kann gerettet werden

Die wichtigste Aufgabe unseres Hilfswerks mit seiner karitativen Mission sehen wir darin, die mittellosen Kranken in der Ukraine mit der nötigen ärztlichen Betreuung vor Ort zu unterstützen. Bei äusserst kritischen Fällen geht es oft nicht um Tage, sondern um Stunden. Je schneller die Hilfe eintreffen kann, desto mehr Chancen hat der Patient zu überleben. Solche schwerkranken Menschen, die dringend operiert werden müssen oder lebenswichtige Medikamente brauchen, finden die Mitarbeiter der SOS GERASJUTA Stiftung überall in den schlicht eingerichteten Spitälern der südlichen Region der Ukraine. Diesmal berichten wir von der allein stehenden Frau Olga Lewtschuk, deren jüngere Tochter sich gerade auf der Intensivstation befindet.

Die Familie stammt aus dem kleinen Dorf Nowoaleksandrowka, das im Chersoner Gebiet liegt. Hier kam Olga Lewtschuk am 29. September 1988 in einer Arbeiterfamilie zur Welt. Olgas Mutter Irina (geb. 1966) erzog ihre Tochter pflichtbewusst, aber alleine, da Olgas Vater kein Interesse für das Aufwachsen seiner eigenen Tochter zeigte. Das Rüstzeug fürs Leben vermachte Olga ihre Mutter, die Mauern verputzte und viel schuften musste, um ihre Kinder mit genügend Nahrung zu versorgen. Mit ihrer Schwester Julia (geb. 1986) sowie ihren Brüdern Sergej (Jahrgang 1988) und Aleksandr (geb. 1996) wuchs Olga Lewtschuk auf dem Land auf, in einem prächtigen malerischen Steppengebiet. Ihr wurde die Liebe zur Natur und für ihr Land anerzogen. Diese wichtige Lebenseinstellung möchte sie auch ihren Töchtern weitergeben.

Neue Pläne und Möglichkeiten

Die Dorfschule beendete Olga 2008. Dann widmete sie sich ihrer Lieblingsbeschäftigung, und zwar dem Kochen. Die junge Frau wurde Studentin einer Berufsschule in dem nahe liegenden Dorf Gawrilowka. Sie zog in eine Studentenheim-Baracke und begann, die Feinheiten der Gastronomie zu erkunden. 2011 konnte sie sich darüber freuen, die so inständig gewünschte Stelle in ihrem Heimatdorf zu bekommen, wo sie einige Jahre als Köchin in einem Kindercamp arbeitete. Gerade zu jener Zeit begegnete sie ihrem ersten Mann Aleksandr, welcher kurzfristig auf einer Dienstreise in der Gegend weilte. Olga hoffte, ihr Glück zu finden, doch die Beziehung war nur von kurzer Dauer. Aleksandr fuhr bald in seine Grossstadt zurück und liess Olga im Dorf mit dem neugeborenen Kind alleine. Ohne jegliche Unterstützung war dies die erste harte Probe im Leben der jungen, frischgebackenen Mutter. Doch die lieben Verwandten nahmen sie zu sich auf: die Geschwister und ihre Mutter Irina sorgten für sie und ihre kleine Tochter Aleksandra (geb. am 18.02.2008) und gaben ihr Bestes, um der Frau in der schwierigen Zeit adäquaten Beistand zu bieten.

Das Leben ist kein Wunschkonzert

2009 lernte Olga ihren zweiten Mann Ewgenij kennen. Der neue Ehemann schloss die Frau mit dem Kleinkind in sein Herz und behandelte Olga sehr lieb und ihre Tochter wie sein eigenes Kind. Erst jetzt durfte Olga ihr Glück als Frau wirklich geniessen. 2010 schenkte Olga der Familie ihr zweites Kind. Das Mädchen wurde Anna genannt. In der Erinnerung der Frau waren das die besten Jahre ihres Lebens. Ihr Mann arbeitete auf einer Fischfarm. Nichts deutete auf das Unheil hin, das 2013 diesem netten und fürsorglichen Familienvater passieren sollte. Unter mysteriösen Umständen kam er ums Leben.

Den Gerüchten zufolge war eine kriminelle Bande am Werk. Jedenfalls blieben die Nachforschungen ohne Ergebnis: Der Täter wurde nicht ermittelt, die Todesursache liess sich nicht genau klären, Beweisstücke konnten nicht sichergestellt werden. Seitdem lebt Olga wieder alleine und ohne männliche Stütze.

Zu Not gesellt sich Not

Frühling 2014. Olgas Tochter wächst wie ein normales Kind mit viel Energie und Lebensgier heran. Ihren Alltag bestimmen leidenschaftliche Aktivitäten wie Malen und die Begeisterung fürs Schreibenlernen. „Sie ist praktisch nie krank“, erzählte uns Olga. Der schwarze Tag brach ganz unerwartet herein und zerstörte die zarte Idylle. Plötzlich fühlte die Tochter heftige Schmerzen im Bauchbereich. Die waren so intensiv, dass sie erbrechen musste. Die schockierten Mediziner aus der kleinen Dorfklinik schickten die Frau mit dem Kind ins grössere Regionalspital des Gebietszentrums Cherson. Dort konnten die Fachärzte dem armen Mädchen eine richtige Diagnose stellen. Das Testergebnis brachte die Frau aus der Fassung: eine Bauchfellentzündung im fortgeschrittenen Stadium. Nun liegt Aleksandra seit drei Wochen auf der Intensivstation. Doch sind enorme finanzielle Investitionen für eine komplette, wirkungsvolle Behandlung unabdingbar. All die gesparten Mittel hat die arme Frau Lewtschuk für die ersten Noteingriffe aufgebraucht. Das Überleben ist absolut nicht gesichert: Es besteht bei der Kleinen immer noch die grosse Gefahr einer Sepsis (Blutvergiftung). Die Mutter muss jetzt das Geld für die kostspieligen und effizienten Präparate finden. Ohne weitere heilende Therapien würden alle bereits unternommenen Anstrengungen der Mediziner zunichte gemacht. Die neu entstandene Lungenentzündung macht den Zustand des Kindes noch ernster. Olga fühlt sich in dieser ausweglosen Situation verwirrt und ratlos. Dringend kontaktierte sie die Mitarbeiter unseres karitativen Werkes, um ihre Tochter am Leben zu erhalten. Der Körper der kleinen Patientin ist zum Glück nicht ganz geschwächt und fähig, der Infektion kräftigen Widerstand zu leisten, darum geben die behandelnden Ärzte für die Rettung optimistische Prognosen ab. Doch dies nur für den Fall, dass die nötige Hilfe rechtzeitig kommt…

Der letzte Hilferuf

Wie oben bereits erwähnt wurde, ist Olga eine ledige mittellose Mutter. Mit ihren zwei Töchtern wohnt sie bei ihrer Mutter Irina. Das Familieneinkommen genügt keineswegs, um der kranken Aleksandra eine Therapie zu verschreiben. Nach vorläufigen Angaben beläuft sich der Behandlungsbetrag auf mindestens 2000 Franken. Auf den Fotos sehen wir Aleksandras Gesicht noch sorgenlos und von keinem Unheil betrübt. Der sehnlichste Traum von Olga Lewtschuk wäre es, ihre beiden Kinder wieder gesund und glücklich zu sehen. Das war das einzige Anliegen, mit welchem sie sich so demütig an uns wandte.

Liebe Spenderinnen und Spender! Es liegt in Ihren und unseren Händen, durch Ihre Zuwendungen und unsere Bemühungen das Schicksal des armen kranken Mädchens zum Positiven zu ändern. Das Leben dieses Kindes ist uns äussert wichtig, so wie das der anderen Menschen, die derzeit in den Krankenbetten der Spitäler liegen und unseren Einsatz benötigen. In der Ukraine gibt es das Sprichwort: Wenn es um die Not geht, gibt es keine fremden Kinder. Unsere grösste moralische Aufgabe sehen wir im Moment darin, dass Olgas Leben nicht mehr in Gefahr ist. Dafür äussern wir den mildherzigen Schweizer Mitbürgern für ihre Zuwendungen im Voraus grossen Dank.




Olga Lewtschuk,

geb. 1988

und
Tochter Aleksandra,

geb. 2008

 

   Die allein stehende Mutter mit zwei Kindern Olga Lewtschuk kommt aus dem ukrainischen Dorf Nowoaleksandrowka. Ihre Tochter Aleksandra bekam starke Bauchschmerzen und wurde auf die Intensivstation des ?hersoner Kinderspitals transportiert. Dort wurde festgestellt, dass der Kleinen der Blinddarm geplatzt ist. Das bewirkte eine Blutvergiftung und danach eine akute Bauchfellentzündung. Ihre Mutter hatte keinen festen Arbeitsplatz, und das von ihr verdiente Geld reichte nicht, um Aleksandras Behandlung zu bezahlen.
   Dank der Förderung aus Westeuropa wurde dem Mädchen die dringende materielle Hilfe geleistet. Frau Lewtschuk äussert herzlichen Dank für die Rettung ihres Kindes und für die geleistete Unterstützung in der Zeit, als die finanzielle Lage der Familie sehr schwierig war.