«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Ljudmila Litwintschuk

geb. 1978

 

   Ljudmila ist eine alleinstehende Mutter von drei Kindern und lebt im Elternhaus, wo auch ihr Vater Nikolaj (1951), ihr Bruder Viktor (geb. 1983), ihre Schwester Irina (1992) und ihre Tochter Ekaterina (geb. 2014) wohnhaft sind. Die Familie wohnt in Grejgowo im Nikolajewer Gebiet. Ljudmila hatte vor, ihre kleinere Tochter Sofia zu baden und füllte das Waschbecken mit heissem Wasser. Die Frau war nur für einen Moment abgelenkt, um ein wenig kaltes Wasser hinzuzufügen. Das Waschbecken stand auf dem Boden. Da rannte Sofia ins Zimmer und setzte sich ins Becken mit heissem Wasser. Sie erlitt schwere Verbrennungen von etwa 25 Prozent der Körperoberfläche, und zwar von Rücken, Damm, Gesäss und Beinen.
   Notfallmässig wurde Sofia ins Nikolajewer Kinderkrankenhaus gebracht. Die kleine Patientin brauchte Antibiotika, Infusionen, Emulsionen und Hauttransplantationen. Die Situation wurde dadurch erschwert, dass bei Sofia eine Virusinfektion – Windpocken – diagnostiziert und eine kostspielige Behandlung benötigt wurden. Ljudmila gab alle ihre Ersparnisse noch am ersten Tag im Spital aus und bat Schweizer Wohltäter um die Rettung ihrer Tochter. Dank den gespendeten Mitteln wurde eine vollwertige medizinische Behandlung von Sofia möglich. Die Kleine kriegte die notwendigen Arzneien und Prozeduren und wurde bald aus dem Krankenhaus entlassen. Ihre Mutter spricht den nicht gleichgültigen Schweizern ihre innige Dankbarkeit aus.
   Heute sind die Taschen der Familie Litwintschuk leider leer. Sofia ist auf eine langfristige Behandlung ihrer Haut angewiesen und braucht kostspielige Salben für die Narben. Die älteren Kinder von Ljudmila – Tochter Diana (geb. 2008) und Sohn Artem (geb. 2011) – sind Schüler und müssen mit Schulwaren ausgestattet und gekleidet werden. Die Mittel des Familienbudgets reichen kaum für Nahrungsmittel. In der Zeit der Not bittet Ljudmila Litwintschuk die gnädigen Wohltäter um nochmalige Unterstützung ihrer Familie.