«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Stanislaw Makarow

geb. 2004-2018

 

   Der Junge wohnte in einem Dorf im Süden der Ukraine. Seine Eltern sind in einer Klinik tätig – Stiefvater Viktor (geb. 1985) als Sanitäter, Mutter Inna (geb. 1982) als Hilfskrankenschwester. Alle vier Kinder der Familie Makarow hatten nur selten gesundheitliche Störungen, wie Erkältungen oder die Grippe im Winter.   
   Einmal bekam Stanislaw Fieber. Die Eltern riefen sofort den Notdienst. Der Junge wurde in die Klinik eingeliefert. Wegen entzündeten Unterkieferlymphknoten stellten die Ärzte eine falsche Diagnose – eine einfache Erkältung. Innerhalb weniger Tage lag Stanislaw bewusstlos auf der Notfallstelle. Diesmal mit Hautausschlag und Atemnot. Es entwickelte sich das Stevens-Johnson-Syndrom, eine infekt- oder arzneimittelbedingte allergische Hauterkrankung. Die Behandlung von Stanislaw kostete riesige Summen, die die Familie nicht zahlen konnte. Für die Rettung des Sohnes brauchten die Makarows dringend Geld. Mit einem Hilferuf wandte sich die Familie Makarow an die gnädigen Wohltäter aus der Schweiz. Aus dem Spendengeld wurden mehrere Medikamente erworben. Dafür äussern die Verwandten ihre riesige Dankbarkeit.
   Leider erwies sich die Krankheit als ein stärkerer Gegner. Stanislaw ist gestorben. Um das Leben des Kindes im Spital zu bewahren, stürzten sich seine Eltern zusätzlich in die Schulden, ihre drei kleineren Kinder bekommen die heutige Not mit – sie haben zu wenig Schulsachen und ihr Menü ist nicht immer vollwertig. Frau Inna Makarowa, die Mutter des verstorbenen Stanislaw, bittet die Wohltäter aus der Schweiz, ihrer Familie in ihrer aktuell so schwierigen Zeit materiell ein bisschen zu helfen.

   






Die kinderreiche Familie Makarow am 1. September 2013

Ratlos, verzweifelt, von Angst gepackt

   Die jungen Leute, die via SOS GERASJUTA Stiftung die Schweizer Bürger um Spenden bitten, nennen als Grund ihrer Gesuche um Hilfe überwiegend fehlende Mittel für das Studium, den Sport, ihre Hobbys oder die Unterstützung kranker Familienmitglieder, hauptsächlich der Grosseltern, die mit ihren miserablen Renten nicht im Geringsten imstande sind, mit ihren eigenen Kräften die Ausgaben für Medikamente und ärztliche Prozeduren zu decken. In unserem heutigen Artikel im Rahmen der Aktion „Retten Sie Leben!“ sind Stanislaw Makarow und Daria Pogorelaja die Hauptfiguren. Das Problem dieser beiden Jugendlichen liegt viel tiefer als bei vielen Teenagern, die unser Hilfswerk als die Lösung ihrer Schwierigkeiten betrachten. Es geht um nichts Geringeres als die Rettung ihres eigenen Lebens, der weiteren Existenz Stanislaws und der Genesung Darias, die noch nicht richtig angefangen haben zu leben. Und es liegt in unserer Hand, verehrte Spenderinnen und Spender, ob unsere zwei Protagonisten es schaffen, ihren mächtigen Feind – die Krankheit – zu besiegen und einen Schlüssel für eine Zukunft ohne Leid und Schmerzen zu bekommen!

Stanislaw lässt sich inmitten von Blumen fotografieren, Sommer 2016

  Stanislaw (geb. 2004) kommt aus einem Dorf der Chersoner Region im Süden des Landes. Er ist das älteste Kind in der Familie und half schon immer den Eltern Inna und Viktor sehr gerne, auf die zwei kleineren Schwestern und den Bruder aufzupassen. Die Jobs der Eltern sind mit Medizin verbunden – der Vater arbeitet als Sanitäter, die Mutter verdiente ihr Brot als Hilfskrankenschwester. Der Junge erbrachte gute Schulleistungen, kam in allen Fächern ganz gut mit, besonders in der Mathematik. Damit wollte er seinen künftigen beruflichen Weg verbinden. Auch Sport war bei ihm an der Tagesordnung. Das Thema Fussball begeisterte ihn unendlich und darüber könnte er stundenlang reden, voller Engagement über die Spiele der Weltmeisterschaft und all die Spieler sprechen. Nicht selten hörte der anständige und fleissige Junge über sich die lobenden Worte „Goldenes Kind“. Und jetzt, da er am Rande des Lebens balanciert, lassen sich die Emotionen aller, die ihn kennen, nicht mehr unter Kontrolle halten. „Ich glaube, fast keiner kann wirklich nachvollziehen, welche vernichtenden Gefühle in meinem Herzen toben und mich von innen auffressen. Mein Sohn! Mein Stanislaw ist in so einem ernsten Zustand und ich kann ihm nicht helfen! Ich habe kein Geld und ich würde sein Leiden bereitwillig auf mich übertragen. Aber leider ist das nicht möglich…“, so der Kommentar seiner weinenden und bereits überforderten Mutter Inna.

Stanislaw auf der Intensivstation, vor kurzem

Die Gesundheit duldet keine Ausreden

   Neulich bekam Stanislaw Fieber und es entzündete sich sein Unterkieferlymphknoten. Einige Tage blieb er zu Hause. Statt der erwarteten Besserung ging es dem Schüler immer schlechter, so dass die Eltern Alarm schlugen und ihn in die Klinik brachten. Der Arzt beruhigte die Eltern. „Es ist eine einfache Erkältung, keine Sorgen“, waren seine Worte. Erleichtert verliess die Familie das Krankenhaus. Die Ruhe durfte sich aber leider nicht lange in ihre Herzen einnisten. Schon am nächsten Tag verschlimmerte sich Stanislaws Zustand rasant, er bekam Hautausschlag und hatte Atemnot. Von Schock und Angst gepackt, brachten die Eltern das Kind wieder ins Spital. Keiner kann bisher sagen, was bei dem jungen Patienten den Hautausschlag mit eitrigen Blasen, das Fieber und die anderen körperlichen Schäden verursacht hat. Im Moment wird der im Koma liegende, ans Beatmungsgerät angeschlossene Stanislaw intensiv therapiert. Er bekam auch eine Blutvergiftung und das Stevens-Johnson-Syndrom – eine infekt- und arzneimittelbedingte allergische Hauterkrankung. Täglich braucht der Junge mehrere Medikamente. Mit den heutigen geringen Löhnen, den hohen Preisen und vier minderjährigen Kindern ist es seinen Eltern unmöglich, seine Therapie zu finanzieren. Der Junge bleibt bewusstlos und nur mit einer effizienten, umfassenden Therapie hat er eine Chance zu überleben.

Daria umarmt ihren Bruder, Mai 2014

Gefährlicher als auf den ersten Blick

   Darias heutige Verzweiflung lässt sich an ihrem Gesichtsausdruck deutlich ablesen. Die junge Frau (geb. 1998) ist ganz und gar ratlos – mit ihren 19 Jahren muss sie sich an das Leben einer Behinderten gewöhnen. Mit einer aktiven Einstellung und zielstrebig aber voller Bedauern muss sie nun einen Plan nach dem anderen aus ihrer Prioritätenliste streichen.
Die Vorgeschichte: Daria war verabredet. Sie ging nach dem Sonnenuntergang alleine heim. Plötzlich bekam sie Bauchschmerzen und hielt an. Sich den Bauch haltend blieb Daria einige Minuten stehen. Das war das Letzte, woran sich die Arme erinnern kann. Sie war völlig erstaunt, als sie später im Krankenhaus aufwachte. Die Ärzte und Familie mussten sich aufs Gespräch mit ihr gründlich vorbereiten, um verletzende, nicht korrekte Worte zu vermeiden, damit die Psyche des Mädchens nicht zusammenbricht.
Daria erfuhr, dass sie wegen der Schmerzen am Strassenrand ohnmächtig geworden war. Bewusstlos liegend hatte sie so mindestens vier Stunden verbracht, bevor ein zufälliger Passant sie fand. In der Nacht sinken die Temperaturen in dieser südlichen Region selten unter null, aber ausgerechnet in jener Nacht war es ungewöhnlich kalt. Und das spielte Daria einen bösen losen Streich. Ihre Beine und Hände erlitten starke Erfrierungen. Nun braucht sie zahlreiche Medikamente und Prozeduren für die verletzte Haut. Eine echte Tragödie ist für Daria die drohende Fingeramputation. Die Finger kann man wahrscheinlich nicht mehr retten, die Schäden sind viel zu gross, obwohl noch leise Hoffnungen bestehen. All das ist mit bestimmten Geldinvestitionen verbunden. Leider sind Darias Eltern einfache, einkommensschwache Dorfbewohner, die die Ausgaben für die Therapie der Tochter nicht tragen können. „Am schwersten ist für mich zu akzeptieren, dass die Geldnot uns Grenzen setzt und es mein Mädchen seine weitere erträgliche Existenz kosten kann“, sagte am Ende unseres vertraulichen Gesprächs Darias Mutter.

Daria (rechts) mit ihren Eltern und der Schwester, Herbst 2017

   Liebe Spenderinnen und Spender! Unser Hilfswerk ist eine Einrichtung, an die sich in die Ecke getriebene Personen wenden, die von nirgendwo sonst Hilfe bekommen. Stanislaw und Daria erleben sehr schwere Zeiten. Es geht um ihre Genesung und ihr weiteres Leben. Ohne unsere gemeinsame Unterstützung schaffen sie es nicht und der Kampf wird sicherlich verloren gehen. Aber zusammen lassen sich Berge versetzen und wenn wir uns im Rahmen der „Retten Sie Leben“-Aktion für die Rettung unserer zwei jungen Protagonisten zusammenschliessen und gemeinsam helfen, werden unsere Bemühungen bestimmt von Erfolg gekrönt!

Daria Pogorelaja kämpft für ihr Leben, heute