«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Fedor Prokopez

geb. 2006

 

   Fedor ist das vierte Mitglied in seiner Familie, den der Krebs getroffen hat. 2017 ist an dieser schweren Erkrankung seine Mutter gestorben. Die Grosseltern haben Brust- und Prostatakrebs. Der Junge selbst hat Blutkrebs. 2015 wurde ihm diese untröstliche Diagnose gestellt. Zum grossen Glück ging seine Krankheit zurück, zwei Jahre konnte Fedor frei von Schmerzen und Leiden leben. Nach dem Tod seiner Mutter flammte der Krebs wieder auf und wird seitdem therapiert. Fedor und seine kleinere Schwester werden vom allein stehenden Vater Sergej (geb. 1971) aufgezogen. Der Mann verdient sein Geld als Fahrer und liefert die Waren in verschiedene Orte der Region. Leider reicht sein Verdienst für die Therapie des Sohns bei weitem nicht aus. Der Mann ist materiell am Ende.
   Herr Prokopez bittet die Spender aus der Schweiz um Förderung für die Rettung seines Sohns Fedor.

   df






Der vierte Krebskranke in der Familie

   Jedes Jahr erkranken weltweit ca. 250‘000 Kinder an Krebs. Für alle Eltern ist diese Diagnose ein schwerer Schicksalsschlag und sie machen sich viele Gedanken, stellen sich die Frage, ob sie vielleicht etwas falsch gemacht haben, warum ausgerechnet ihr Kind von dieser schrecklichen Erkrankung attackiert worden ist. Auf dieses verzweifelte „WARUM?“ können Mediziner trotz der intensiven umfassenden Forschung bis heute keine eindeutige Antwort geben. Abgesehen davon, dass diese Krankheit langwierig und lebensbedrohlich ist, stehen die Familien aus der Ukraine vor einem unlösbaren Problem – dem fehlenden Geld für die Finanzierung der Therapie. Es muss ziemlich schwierig sein, ein ernsthaft krankes Kind auf dem Arm zu halten und sich finanziell an Händen und Füssen gebunden zu fühlen mit dem Wissen, dass das Leben des kleinen Patienten in Gefahr ist. Was für eine harte Probe dies ist, weiss Sergej Prokopez genau: Bei seinem 12-jährigen Sohn Fedor wurde Blutkrebs diagnostiziert. Im Rahmen der Ostern-Spendensammlung schicken wir Ihnen, geehrte Leserinnen und Leser, seine Geschichte, in der Leid, Verzweiflung und unerschütterliche Hoffnung genug Platz haben.

Familie Prokopez im Garten, als die Mutter noch lebte, September 2016

   Sergej kommt aus der Chersoner Region ganz im Süden der Ukraine. Hier wurde der Mann geboren, wuchs auf und gründete seine eigene Familie. Die Erinnerungen an die ersten Jahre des Familienlebens erweckten auf seinem ansonsten besorgten und konzentrierten Gesicht ein schwaches Lächeln. „Die Freundschaft und Sympathie gaben mir und meiner Frau Tatiana den Ansporn zur Verwurzelung des stärksten und schönsten Gefühls – der Liebe. Sie war gegenseitig und basierte auf Respekt und dem reinen Verlangen, den anderen glücklich zu machen. Und wenn sich nicht die Krankheit in unsere Ehe eingemischt hätte, wären wir immer noch glücklich miteinander“, so Sergej mit gebrochenem Herzen bei unserem Besuch zur Sammlung der Informationen.  
   Die Erkrankung eines Familienmitglieds ist ein grosses Drama für alle. Umso grösser wird es, wenn die Diagnose ernst und mit hohem Risiko für das weitere Leben verbunden ist. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf alle Verwandten und Freunde die Nachricht von Tatianas Krankheit. Die Untersuchungen ergaben eine schreckliche Diagnose – Brustkrebs! Die Mutter der zwei minderjährigen Kinder Fedor (geb. 2006) und Daria (geb. 2009) musste seitdem einen unermüdlichen Kampf ums Überleben führen und zwischen ihrem Heim und der Krankenanstalt pendeln. Während sich die Frau der Therapie stellte, arbeitete Sergej als Fahrer und lieferte die Waren in verschiedene Städte der Region

Die Geschwister bauen einen Schneemann mit einer Freundin, Januar 2017

Die Gesundheit duldet keine Ausreden

 

   Für Tatiana galten ihre Eltern als Vorbilder des Muts und unerschütterlichen Glaubens an das Bessere. Die beiden waren ebenso vom Krebs betroffen – Brustkrebs bei der Mutter und Prostatakrebs beim Vater. Dennoch liessen sich die Rentner nicht unterkriegen, munterten auch die Tochter auf und beruhigten sie immer, sie schaffe alles und besiege ihre Krankheit sicher.
  Wie schlimm muss es sein, wenn in einer Familie drei Krebskranke leben. Wir können uns nur zu einem geringen Teil vorstellen, wie viele Tränen da vergossen werden und wie schwer sich solch ein Alltag meistern lässt. Doch das Leid wurde nicht müde, die Familie mit immer neuen Herausforderungen zu bestürmen.

Fedor mit Daria am Neujahrsfest, 2016

Der Krebs attackiert Fedor

   Mitte 2015 bekam Fedor Fieber und es ging dem Jungen nur noch sehr schlecht. Er wurde zur gründlichen Untersuchung in die Klinik eingeliefert. Die Untersuchungsergebnisse zogen seiner Familie den Boden unter den Füssen weg – Blutkrebs! Das Kind wurde in kürzester Frist einer Chemotherapie unterzogen. Fedors Krankheit ging zurück, aber seine Mutter konnte sich nicht lange darüber freuen. Die Frau starb am 20. Juni 2017 an Brustkrebs.
Fedor traf der Verlust der Mutter sehr hart, der Junge konnte nicht fassen, warum ausgerechnet seine Familie von allen Seiten vom Kummer angegriffen wurde. Der Vater und die Grosseltern trösteten den Jungen wie sie nur konnten. Eine der stärksten Motivationen waren die Worte: „Deine Mutter gab bis zu ihrem letzten Atemzug nicht auf. Dein Sieg über den Gegner Krebs begeisterte sie und schenkte ihr Hoffnung! Der Mama wäre es schwer ums Herz, wenn sie dich jetzt so trauern sehen würde.“
Fedors unbeschwerte Kindheit, frei von Schmerzen und schlechtem Befinden, dauerte nicht lange. Gleich nach Mutters Tod bekam der Junge die Beschwerden und musste wiederum ins Spital, es gab ein Wiederaufflammen des Blutkrebses. Die meiste Zeit verbringt Fedor hier und nur selten darf er nach Hause. Sein Vater Sergej arbeitet ohne Rast und Ruh, um seine Prozeduren und Medikamente bezahlen zu können. Der Krebs ist aber keine einmalige Geldinvestition. Er lässt sich nicht auf einmal behandeln und die Therapie ist ein die Finanzen erschöpfender dauernder Prozess. In der Familie, wo drei Mitglieder daran erkrankt sind, war es unmöglich, Mittel zur Seite zu legen. Finanziell steht Sergej im Moment vor dem Nichts. Seine Hoffnungen sind nur auf unser Hilfswerk gerichtet, seine eigenen Ressourcen, sowohl die finanziellen als auch die seelischen, sind bereits erschöpft.

Fedor mit dem Vater am Krankenbett, neulich

   Zu allen Zeiten war und bleibt die Lebensrettung ein sehr würdiges Anliegen. Umso ehrenhafter ist es, wenn einem unschuldigen, bereits so auf die Probe gestellten Kind geholfen wird. Die Krankheit kann im bisher ausgewogenen Leben alles auf den Kopf stellen. Und viel mehr berührt es das Herz, wenn die Tragödie wie ein blutgieriges Tier ein Kind, das durch das gleiche Unheil schon die Mutter verloren hat, angreift. Fedor hat einen mächtigen, gnadenlosen Feind – den Blutkrebs. Alleine kommt er jetzt nicht aus der Situation heraus. Aber wenn wir, werte Wohltäterinnen und Wohltäter, mitmachen, gibt es eine Chance, diese grausame „Bestie“ zu vertreiben und das Leben Fedors zu bewahren!