«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Konstantin Stepanjuk,

geb. 2001

   Konstantin kommt aus der Chersoner Region der Ukraine und wohnt mit seinen Eltern in einem Dorf. Der Junge lernte in der letzten Klasse und wollte gleich nach dem Abschluss eine berufliche Ausbildung machen. Leider scheiterten alle seine Pläne wegen einem Unfall. Konstantin war mit seinem Motorrad unterwegs und sein Fahrzeug stiess mit einem Auto zusammen. Infolge dessen erlitt der Junge einen offenen Beinbruch und musste in die Klinik. Dort wurde er operiert, in seine Knochen wurde ein Stift implantiert. Damit war das Problem aber nicht zu Ende. Einige Tage später stellten die Ärzte das Absterben des Gewebes fest und operierten den Schüler erneut. Zurzeit braucht er noch einen solchen Eingriff sowie eine Dränage. Konstantins Familie steht bereits finanziell vor dem Nichts. Wenn keine Prozeduren mehr folgen, bleibt für ihn nur eins – die Beinamputation.
   Konstantin bittet die Spender aus der Schweiz um Hilfe, um sein Glied nicht zu verlieren.




Ein Schüler am Rande des Zusammenbruchs

 

Ganz viele Dinge können einem Menschen einen schweren Stein in den Weg legen. Es können Geldnot, eine Krise, Krieg und vieles mehr sein. Ohne irgendeinen Einfluss sieht man sich hierbei hilflos gezwungen, auf seine Pläne zu verzichten und das eigene Potenzial nicht verwirklichen zu können. Die oben erwähnten Faktoren kann man theoretisch früher oder später aus dem Weg räumen und in Richtung seiner Träume weiterschreiten. Leider zählen Krankheiten aber nicht zu dieser Kategorie. Neben dem körperlichen verursachen sie seelisches Leid, stellen alles im bisher ausgewogenen Leben auf den Kopf. Manchmal treten sie so kompromisslos auf, dass der Betroffene in Panik denkt, es gebe kein Zurück mehr und es werde alles nur noch schlimmer. Es ist besonders schmerzhaft, solche Szenen zu beobachten, wenn die Hauptfigur eine Person im Teenageralter ist, ein grosses Kind mit einer zarten, arglosen Seele. Diese Situation lässt sich am Beispiel von Konstantin Stepanjuk, einem erst 16-jährigen Schüler, illustrieren. Die Sammlung des nötigen Hilfsbetrags für seine Genesung ist das Leitthema dieses Artikels. In der Hoffnung auf Ihr Mitmachen, liebe Spenderinnen und Spender, schicken wir Ihnen die Info-Unterlagen.


Der Vater holt seine Frau mit dem neugeborenen Sohn im Geburtshaus ab, 2001

   Konstantin wurde am 30. April 2001 als zweites Kind in einer Arbeiterfamilie geboren. Von klein auf fiel der Junge durch seine Vorliebe für spektakuläre und majestätische Naturereignisse auf. Die Region grenzt ans Schwarze Meer und eine gute Fahrtstunde trennt den Jungen davon. Am Ufer sitzend und Muscheln sammelnd mochte er es schon als Kind, die Kraft der Natur zu bewundern, wenn sich die grossen Wellen geräuschvoll am Ufer in Schaum zerschlagen. Sein kleines Dorf mit wenigen Einwohnern war nur schwach beleuchtet und das liess den wissbegierigen Konstantin am Abend die Milchstrasse und selbst weit entfernte Sterne voller atemberaubender Neugier betrachten. Die Eltern, Schullehrer und Freunde beschreiben unseren Helden als eine romantische, kontaktfreudige und etwas schüchterne Person. Das Jahr 2018 hätte eine Schicksalswende sein sollen: Der Schulabschluss, die Abschluss- und Uni-Aufnahmeprüfungen und der Eintritt ins erwachsene Leben. Keiner wunderte sich über Konstantins kommende Berufswahl als Seemann. Was sonst könnte sich eine so träumerische Seele aussuchen, wenn nicht die so beliebten Seen mit ihren Riesenwellen zu überqueren? Und die Sterne, die über der endlosen Wasserfläche auf eine besondere Art scheinen und so nah sind, dass man den Eindruck gewinnt, sie mit blosser Hand anfassen zu können.

   
Konstantin als Erstklässler und als Schulabsolvent

   Während seines letzten Schuljahres bereitete sich der Junge sehr gründlich auf sein kommendes Studium vor. So hielt er sich immer in sportlicher Topform, lernte Englisch, Erdkunde und war auf seine so viel versprechende Zukunft unendlich gespannt. Bei seiner Entscheidung, Seemann zu werden, spielte der Verdienst keine entscheidende Rolle. Konstantin wuchs in einer minderbemittelten Familie auf. Die Eltern Albina und Boris hatten keinen festen Job im Dorf. Mit ihrem kleinen Gemüsegarten für den eigenen Bedarf konnten sie sich über Wasser halten. Mit seinem künftigen anständigen Lohn träumte Konstantin davon, seinen Nächsten ein Leben ohne Misere und Not zu sichern. Sein Schicksal hätte sich höchstwahrscheinlich auch so entwickelt, wenn ihm kein Unfall widerfahren wäre.

   
Der kleine Konstantin mit seiner Mutter, 2002

Trauma droht alle Vorhaben zu ruinieren

   Eines Abends war Konstantin mit seinem kleinen Motorrad im Dorf unterwegs. An einer Strassenkreuzung abbiegend übersah er ein entgegenkommendes Auto. Die Person am Lenkrad jenes PKWs reagierte auch in keiner Weise. Man vermutet, dass sie eine SMS schrieb oder telefonierte, ohne sich auf das Fahren zu konzentrieren. Beim Zusammenprall wurde Konstantin verletzt – er erlitt einen offenen Beinbruch. Der Junge rief die Eltern an und bald darauf war der Rettungsdienst vor Ort. Konstantin musste in die Klinik, wo sein Bein notfallmässig operiert wurde. Die Kosten dafür musste seine Familie tragen, indem ihr Gespartes komplett aufgebraucht wurde. Die Autofahrerin meldete sich nie, nicht einmal mit einem kurzen Telefonat, um sich zu erkundigen, wie es dem von ihr verletzten Jugendlichen geht. Die Ermittlungen dauern an. Leider geht es Konstantin nach dem Eingriff, bei dem sein Knochen rekonstruiert wurde, nicht besser. Gewebe starb ab und er musste sich wiederum Prozeduren unterziehen. Im Moment benötigt der Junge weitere Operationen am Bein und eine Dränage. In der Ukraine, wo es keine Krankenkasse gibt, muss der Patient alle Behandlungskosten selber begleichen. Die finanziellen Ressourcen von Konstantins Verwandten sind bereits erschöpft, und sie sind nicht mehr in der Lage, für die Behandlung des Jungen zu zahlen. Konstantins heutiger Zustand ist ziemlich bedrohlich. Sollte der Junge keine zusätzliche ärztliche, kostspielige Hilfe in Anspruch nehmen, muss er sich langsam mit untröstlichen Prognosen, und zwar einer Beinamputation, abfinden. Aber was bedeutet eine Beinamputation für einen 16-Jährigen, welchem das ganze Leben erst noch bevorsteht? Allein das Wort „Behinderung“ durchsticht wie ein zweischneidiges Schwert schmerzlich seine Brust. Die Angst vor einer aussichtslosen Zukunft, die Sorge um die Eltern und um Pläne, die scheitern könnten, vermischten sich in seiner jungen Seele und ergaben eine totale Fassungslosigkeit. Dieser Schicksalsschlag ist viel zu hart für Konstantins pubertäre Psyche. Wie nach einem Strohhalm in einer brausenden Tiefe griff der Junge nach der Möglichkeit, in die Schweiz zu schreiben, um barmherzige Leute um Mitgefühl anzuflehen.

   
Im Krankenhaus, kürzlich.

   Konstantin hat eine aussergewöhnliche Ausstrahlung. Er ist jung, kreativ, zukunftsorientiert und in hohen Moralprinzipien erzogen. Trifft man solche musterhafte Leute wenn auch zufällig auf dem Lebensweg, wünscht man ihnen im Herzen nichts anderes als nur einen Rückenwind. Und wie schade ist es, wenn ihm das düstere Invaliden-Leben bevorstehen würde! Die Situation unseres Protagonisten ist aber nicht ausweglos! Eine allseitige, rechtzeitig geleistete Therapie kann sein Glied retten und Konstantin vor der Existenz eines Behinderten bewahren. Liebe Wohltäterinnen und Wohltäter! Unser gemeinsames Engagement spielt dabei eine entscheidende Rolle! Wollen wir alle dem so jungen und bereits entmutigten Konstantin seinen Rücken stärken und ihm eine Chance auf eine gesunde Zukunft schenken, in der er glücksbeflügelt endlose Ozeane durchsegeln darf!