«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Daniil Tereschonkow

geb. 2008

 

Daniil ist Patient der Chersoner Regionalkinderklinik. Der Junge erlitt 15% Hautverbrennungen am Kopf, an der Brust und an den Armen. Er half seiner Mutter, das Haus mit dem Holz zu beheizen. Das Kind stand nicht weit von dem Herd, als der Funke raussprang und seinen Kopf traf. Es entflammten sich zuerst die Haare des Kindes und dann das T-Shirt. Daniil benötigt mehrere Medikamente, Prozeduren und im Weiteren Hauttransplantationen. Dafür hat seine allein stehende fünffache Mutter Kristina (gerade im Mutterschaftsurlaub) keine Mittel zur Verfügung. Der Vater hat die Familie verlassen und leistet ihr seitdem gar keine Hilfe.

Daniils Mutter bittet die Schweizer Bürger um materielle Unterstützung für die Rettung ihres Kindes.

   

Mehrmals auf eine harte Probe gestellt


Ein Unglück kommt selten allein. Diese Lebenswahrheit kennen viele Menschen weltweit und sie ist sogar zum Sprichwort geworden. Ein einziges Missgeschick allein schon bereitet viel Stress und ist nicht selten mit unerwarteten Geldausgaben verbunden. Aber wie bereits erwähnt ist es öfter eine Kette von unerfreulichen Ereignissen, von denen man von allen Seiten angegriffen wird und die einen zusammenbrechen lassen können. Es ist unglaublich schwierig, dem Leid alleine, ohne jegliche Hilfe von aussen, zu widerstehen. Die Situation von Kristina Tereschonkowa wird dadurch verschärft, dass sie gerade jetzt, wo der heftige Wind der Lebenswirren ihr fortwährend ins Gesicht bläst, noch fünf Kinder zu versorgen hat. Die Herausforderungen erreichten ihren Höhepunkt neulich – der Sohn Daniil (geb. 2008) erlitt schwere Brandwunden und befindet sich nun in Lebensgefahr. Seine alleinerziehende Mutter weiss keinen Rat mehr, wie es weiter gehen soll. Sie ist total verzweifelt und machtlos. Dieses Heft mit ihrer Geschichte dient nur einem Ziel – uns, werte Leserinnen und Leser, auf ihr Problem aufmerksam zu machen und, hoffentlich von Mitleid bewegt, Kristina aus der Ausweglosigkeit zu helfen.

Dorniger und steiniger Lebensweg


Nach dem Regen kommt die Sonne. Dies ist sicher richtig. Aber jede Regel hat Ausnahmen und Kristina ist hier genau solch ein Fall. An die Zeit als Kind erinnert sich die Frau nicht so gerne. Ihre Eltern waren nicht glücklich verheiratet und konnten der Tochter keine sorgenfreie Kindheit schenken. Kristina überlegte sich immer wieder, was in ihrer Familie nicht stimmt, warum so schöne Werte wie Harmonie und Verständnis dort nicht funktionieren. Schon damals wusste sie ganz genau, welche Stimmung sie in ihrer eigenen Familie kreieren, wie sie mit dem Mann und den Kindern zurechtkommen und ihre Liebe an alle Familienmitglieder verschenken würde, damit keiner sich unglücklich fühlt.

Es kam die Zeit, als sie ihrem Mann und dem künftigen Vater ihrer Kinder das so ersehnte Jawort gab. Innerhalb von neun Jahren brachte Kristina vier gesunde Töchter und einen Sohn zur Welt. In dieser Zeit liessen sich ihre Eltern scheiden. Kurz danach starb ihre Mutter an Leberzirrhose. Es war für Kristina ein vernichtender Schlag, den sie nur schwerlich bewältigte. Die Herzenswunde war noch nicht ganz verheilt, da wurde die Frau von der Nachricht vom Tod ihres Vaters getroffen – er war verabredet und trank ein paar Gläser Wein in einem Café. Unglaublich aber wahr: Der Alkohol war dermassen verdorben, dass alle 27 Cafébesucher in der Klinik an einer starken Vergiftung starben. Die Kinder und der Mann waren in dieser Zeit für Kristina ein sicherer Hafen und ihre Stütze gewesen. Wer hätte nur gedacht, dass nun bald noch ein Schlag folgt? Warum verlassen Männer Familien mit Kindern? Geringes Verantwortungsgefühl? Respektloses Verhalten der Frau gegenüber? Mangel an Liebe zu den Kindern? Jeder Fall ist anders und hat meist schwerwiegende Folgen. Wie auch immer, Kristinas Mann entschied sich für ein Leben ohne Frau und fünf Kinder, für die man stets sorgen muss. So wie jede betrogene und verlassene Frau traf Kristina seine so egoistische Entscheidung hart. Zum Glück, wenn dieses Wort hier überhaupt passt, bot die Mutter des Ex-Mannes ihre Hilfe an – Kristina und die Kinder durften in ihrem Haus leben. Es war eine sehr schöne Geste, weil die fünffache Mutter überhaupt keine Mittel für die Miete hatte. Leider war die Höflichkeit der Oma nicht von Dauer – Kinderlärm und immer viel Action im Haus reizten sie und eine Weile später bat sie die Schwiegertochter, mit den Enkeln wieder auszuziehen. Es blieb der fünffachen Mutter nichts anderes übrig, als mit den Kindern in ein gottverlassenes Dorf zu gehen, wo ein seit Jahren nicht mehr bewohntes, schäbiges Haus ferner Verwandter stand. Die Familie zog ein und Kristina war entschlossen, aus dieser Hütte eine gemütliche Familienbehausung zu machen. Drinnen war es kalt, die kleinsten Anfisa (geb. 2016) und Nina (geb. 2015) froren. Es gab keine Zentralheizung, nur einen holzbeheizten Herd. Die Frau brachte das Holz rein und wollte Feuer machen. Keiner ahnte, was für eine Tragödie lauerte…

Schwere Brandwunden bedrohen das Leben


Als der einzige Mann in der Familie zeigte sich Daniil bereit, für Mama immer da zu sein, sollte sie seine Hilfe brauchen. Das feuchte Holz wollte nicht brennen und Kristina schüttete eine Menge Brennstoff darauf. So ist es gekommen, dass ein Funken aus dem Feuer fürchterliche Folgen verursachte. Er traf die Haare des Jungen, die sich sofort entflammten. Nach einem Augenblick sprang das Feuer auf Daniils T-Shirt über. Kristina reagierte in dieser Situation blitzschnell. Sie zog ihre Jacke aus und bedeckte damit den Sohn. Nachdem das Feuer gelöscht worden war, alarmierte die Mutter den Notdienst. Es dauerte eine halbe Stunde, bis der Rettungswagen da war. Noch dreissig Minuten war Daniil unterwegs zur Kinderklinik. Im Moment wird der Junge therapiert. Die Nachbarn und nicht gleichgültige Leute leisteten Kristina kleine Spenden. Die gesamte Summe bildete für eine kurze Weile einen Betrag für die Behandlung von Daniils Brust, Kopf und Armen, die verbrannt sind. Das Kind benötigt mehrere Medikamente, Verbände, Hauttransplantationen, Schmerzmittel, Salben usw. Alle Möglichkeiten sind bereits ausgeschöpft, Kristina ist machtlos, den Sohn von den Qualen zu erretten und ihn auf die Beine zu bringen.

Das Leben wurde nie müde, Kristina immer wieder auf eine harte Probe zu stellen. Jedes Mal fand die Frau in sich die Kräfte, den Herausforderungen Trotz zu bieten und nicht zusammenzubrechen. Doch die heutigen Ereignisse mit der Tatsache, dass das Dasein ihres Kindes auf dem Spiel steht, haben die Frau endgültig aus der Bahn geworfen. Liebe Spenderinnen und Spender! Sie erhalten von uns Korrespondenz, wenn Hilfe von nirgendwo sonst zu erwarten ist, wenn alle Türen verschlossen sind. Unser Team klopft höflich an die Tür ihrer mitleidigen Herzen! Hoffentlich geht sie auf und alle zusammen schenken wir Daniil die Chance auf das Gesundwerden! In so einer komplizierten Situation zählt jeder Schein, jedes Gebet, jedes gute Wort! Wollen wir unsere Bemühungen in einem so edlen Anliegen – Lebensrettung des Kindes – im Rahmen der «Retten Sie Leben Aktion» vereinigen!