«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Aleksej Tschernjawskij

geb. 1983

 

   Aleksej Tschernjawskij lebt in der kleinen Stadt Nowaja Odessa im Nikolajewer Gebiet mit seinen Eltern – Mutter Larissa (geb. 1962), Vater Nikolaj (geb. 1960) und dem Bruder Sergej (geb. 1982). Vor dem Unfall war Aleksej als Fahrer im Rettungsdienst tätig. Diese Arbeit brachte ihm ein kleines, aber stabiles Einkommen. Er unterstützte finanziell seine Eltern und seinen Sohn Denis (geb. 2009), der nach der Ehescheidung bei der Mutter blieb.
   Eines Abends kehrte Aleksej mit dem Moped heim. Ihm kam ein LKW in sehr naher Distanz entgegen, vom starken Luftstrom wurde Aleksej von seinem leichten und instabilen Fahrzeug geworfen. Das Unfallopfer wurde ins Ortskrankenhaus eingeliefert. Infolge des Geschehens erlitt Aleksej mehrere Kopfverletzungen. Das Gutachten der Mediziner war sehr unerfreulich: offenes Schädelhirntrauma, Hirnprellung, Fraktur des Schläfenbeins und Ödeme des Gehirns. Nachdem man Aleksej die erste Hilfe geleistet hatte, wurde er wegen seines ernsten Zustands ins Gebietszentrum Nikolajew transportiert. Dort wurden ihm die Blutergüsse im Gehirn herausoperiert. Die plötzlich entstandene Entzündung – Meningoenzephalitis – erfordert eine teure Behandlung mit Antibiotika und immunmodulierenden Mitteln. Schon während der ersten Tage von Aleksejs Aufenthalt im Spital gab Familie Tschernjawskijs alle ihre Ersparnisse aus. Jetzt ist der Mann auf der Intensivstation. Sein Leben hängt voll und ganz von der Durchführung der weiteren Therapie ab.
   Im Rahmen der „Retten Sie Leben!“-Aktion bittet Aleksejs Mutter Larissa die Schweizer Wohltäter um jede mögliche Spende für die Behandlung ihres Sohnes.


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Das Leben des Retters steht auf dem Spiel

   In unseren heutigen unruhigen Zeiten geschieht ständig eine Unzahl von Unglücksfällen, welche der Hilfe eines professionellen Rettungsdienstes bedürfen. In der Macht der zivilen Schützer steht die Abwendung der vielfältigen Katastrophen sowie die Rettung der Menschen, etwa während eines Brandes oder bei anderen Notfall-Situationen. Auf der ganzen Welt ist der Retterberuf absolut wesentlich und wird von der Gesellschaft wertgeschätzt. Viele träumen schon im Kleinkindalter davon, zukünftig anderen Leuten bei einem Unglück zu helfen. Die Hauptfigur unseres heutigen Artikels Aleksej Tschernjawskij ist einer der Menschen, dem die Kita-Kinder und die Mehrheit der Grundschüler ähnlich sein möchten. Heute benötigt Aleksej jedoch selbst eine erhebliche Hilfe, welche leider von nirgendwoher zu erwarten ist. Liebe Spenderinnen und Spender, schenken Sie bitte der Geschichte des Mannes, der momentan tiefste Not erleidet, Beachtung.

Руслана и Эльдар на прогулке, 2016

Aleksej im Rettungsdienst am Anfang der Karriere, 2015

Эльдар и Руслана на природе, осень 2017

Herr Tschernjawskij mit seiner Frau und Sohn Denis, Neujahrsfest 2013

Der Weg vom rotwangigen Kind zu einem Mann mit starkem Willen

     Man sagt, wenn ein Mensch zur Welt kommt, erstrahlt ein Stern für ihn im Himmel, und dass sein Schicksal künftig vom Herrn unserem Gott geschrieben wird. Es ist leider rein unmöglich zu prüfen, ob solch eine Behauptung wahr ist, da unser Leben kein Computerspiel ist, bei dem man die möglichen Varianten und den Ablauf der Ereignisse voraussehen kann. Man kann nur einen Weg auswählen und ihm folgend sein Glück meistern.
     So bestimmte das Universum, dass ein Junge im Jahre 1983 in einer kleinen Stadt im Süden der Ukraine namens Nowaja Odessa das Licht der Welt erblickte. Die glücklichen Eltern nannten ihn Aleksej. Der Bub bereitete seiner Mutter Larissa keinen Ärger, war immer lieb und brav. Nach ihren Worten zeigte ihr Sohn keine besonderen Begabungen und Interessen in der Jugend. Im Lauf des Lebens fand er dennoch seine echte Berufung. Nachdem Aleksej Abitur gemacht hatte, ging er in die Berufsschule und erwarb den Schein des Traktorfahrers. Eifrig interessierte sich der junge Mann für die Technik und konnte sogar den Vater ab und zu auf dessen Fahrfehler hinweisen.
     Dann widmete Aleksej zwei Jahre seines Lebens dem Militärdienst. Die erworbene Ausbildung half bei der Dienstortbestimmung – der junge Mann wurde zum Fahrer in einer Armeeeinheit. Als Chauffeur ist Aleksej auch jetzt tätig, aber er fährt keine militärischen Fahrzeuge mehr, sondern arbeitet im zivilen Rettungsdienst. Während seiner zehnjährigen Tätigkeit bewies Aleksej etliche Male Heldenmut, Tapferkeit, Entschlossenheit und Warmherzigkeit.
     „Wenn man in der Lage ist, etwas zu unternehmen und bewegen, muss man dies unbedingt tun, um sich später keine Passivität vorwerfen zu müssen“, so die Hauptfigur unseres Artikels Aleksej Tschernjawskij. Er ist ein Held in jeder Hinsicht. Seine Ergebenheit dem Staat gegenüber zeigte sich vielmals in schwierigen Situationen. Während eines Waldbrands machte er sich nicht nur die Mühe, das Feuer zu lokalisieren und zu löschen, sondern war aufgrund seiner hervorragenden Fähigkeiten zugleich in der Lage, die kostspielige Feuerwehrtechnik zu retten. Dazumal wurde ihm eine Leistungsurkunde ausgestellt, und sein Foto wurde bei der Würdigungstafel platziert, damit die Menschen zum Held aufschauen konnten.
     Nach Beendigung des Militärdienstes heiratete Aleksej ein hübsches Mädchen, und bald darauf schenkten sie der Welt einen Buben, der Denis genannt wurde. Bedauerlicherweise ist ihre Beziehung schief gelaufen, und die Familie brach auseinander. Nach der Ehescheidung überliess Aleksej das mit eigenen Händen gebaute Haus seinem Sohn und kehrte ins Elternhaus zurück. Der Mann nahm aber an der Erziehung des Kindes auch weiter teil, unterstützte es materiell, fuhr mit ihm ans Meer, brachte dem Jungen das Schwimmen bei.

Was überwiegt im Leben – die Sonnenseite oder die Schattenseiten?

     Was will man nach einem schweren Arbeitstag? Nach Hause kommen, sich umziehen und auf dem Sofa ausstrecken… Genau dieser Gedanke an die langersehnte abendliche Erholung kreiste an jenem Abend im Kopf von Herrn Tschernjawskij, als ihm das Unglück begegnete.
     Nach dem Feierabend nahm Aleksej die Schlüssel seines Mopeds und fuhr heim. Vorab hatte er seiner Mutter Bescheid gegeben, dass er sich auf den Weg machen würde. Doch der Mann erreichte sein Haus nicht. Ein Aleksej entgegenkommender Lastkraftwagen fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit, so dass Herr Tschernjawskij vom starken Luftstrom von seinem Fahrzeug geschleudert wurde. Der Mann landete weit ausserhalb der Fahrstrasse und wurde schwer verletzt - er erlitt ein gedecktes Schädelhirntrauma, eine Fraktur des Schläfenbeins und Prellungen am ganzen Körper.
     Die zufälligen Augenzeugen des Ereignisses alarmierten den Notfall und Aleksej wurde ins Ortskrankenhaus zur notfallmässigen Behandlung eingeliefert. Daraufhin trafen die Mediziner die Entscheidung, den Patienten umgehend in das Bezirkskrankenhaus der Stadt Nikolajew zu transportieren. Der Mann lag im Koma und ans Beatmungsgerät angeschlossen, deswegen wurde hier ein Intensivmobil gebraucht. Erst nach der operativen Entfernung der Blutergüsse im Gehirn kam Herr Tschernjawskij zu sich. Aber sein Zustand ist immer noch höchst bedenklich. Die Behandlung wird ausserdem wegen einer Gehirnentzündung – Meningoenzephalitis – erschwert. Aleksej ist auf eine Intensivtherapie mit Antibiotika angewiesen. Zudem muss er mit einer Magnetresonanztomographie untersucht werden, damit man das Vorhandensein von Entzündungsherden im Gehirn prüfen kann. Aber der Kranke ist leider nicht transportabel. Nur wenn Aleksej die benötigte Pflege und Versorgung sowie die Medikamente kriegt, bekommt er die Chance, in dieser kritischen Situation zu überleben.

 

Пара влюбленных в канун Нового года, 2017

Aleksej mit einem Fischfang, Sommer 2014

Эльдар в реанимации, сегодня

Aufnahme von Aleksej Tschernjawskij aus dem Spital, neulich

  25 Jahre alt… Ein schönes Alter, eine geliebte Frau, Träume von einer glücklichen Familie und so viele Pläne für die Zukunft. All das ist bedroht, unwiderruflich in die Vergangenheit zu geraten, wenn Eldar ohne rechtzeitige ärztliche Hilfe aus dem Leben scheidet. Liebe Leserinnen und Leser! Wir wenden uns jedes Mal an Sie, wenn das Dasein eines Menschen auf dem Spiel steht und wir alle unsere Bemühungen akkumulieren, um es zu bewahren. In der heutigen Aktion „Retten Sie Leben!“ bitten wir Sie respektvoll, bei der Lebensrettung des jungen und zukunftsorientierten Eldar Starkow mitzumachen!