«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Sergej Ukrainskij

geb. 1994

 

   Der ohnmächtige Sergej wurde ins Notfallkrankenhaus eingeliefert. Er war unglücklich von einem Balkon gestürzt. Drei Tage lang lag er im Koma. Nach den Worten des Doktors erlitt der junge Mann eine schwere Hirnblutung, dazu sind seine linke Schulter und sein rechter Arm gebrochen. Sergej zog sich auch eine schwere Gehirnprellung zu. Sein Zustand war ernst. Die Ärzte führten die nötige Operation durch, damit die gebrochenen Knochen richtig heilen konnten. Dank der Hilfe aus der Schweiz wird eine Rehabilitationstherapie durchgeführt. Der Junge fühlt sich besser und die Motorik der Beine und Arme wird allmählich normalisiert. Sergej und sein pensionierter Vater hoffen auf weiteren Beistand der Gönnerinnen und Gönnern.

 

 






Der Rettungsanker zum Osterfest

   Liebe Damen und Herren, wir bedanken uns bei Ihnen herzlich für die bereits erwiesene Hilfe, die viele Menschenleben gerettet hat. Wir schätzen Ihr Engagement, das die treibende Kraft unseres Hilfswerks bildet und uns als Mitarbeiter dieser Organisation inspiriert. Ohne Sie, ohne Ihr Mitleid, bliebe unsere karitative Tätigkeit nur ein Traum. Für unsere Bedürftigen bedeutet die schnelle Förderung ohne bürokratische Hindernisse in vielen Fällen die Lebensrettung. Die Ukraine erlebt derzeit politische und wirtschaftliche Erschütterungen, die Bevölkerung verarmt, und die harte Realität bringt viele Schichten an ihre Grenzen. Kürzlich meldete sich ein verzweifelter Vater und bat uns, seinem Sohn Sergej Ukrainskij Unterstützung zu leisten. Der junge Mann stürzte unglücklich von einem Balkon und jetzt ist sein Leben in grosser Gefahr. Sein Vater Sergej hegt die Hoffnung, eine positive Antwort von den Gönnern zu bekommen.

Beim Winterausflug im Stadtzentrum, 1996



Herzzerreissende Nachricht für den Vater

   Sergej (Jahrgang 1952) erinnert sich an jenen Tag sehr gut. Sein Telefon klingelte und die unbekannte Stimme eines Krankenhausmitarbeiters teilte ihm mit, dass etwas Schlimmes passiert sei. Der pensionierte Mann wurde gebeten, sofort ins Spital zu kommen. Als er seinen verunglückten Sohn in der Reanimation sah, wurde ihm schlecht. Sergej liegt derzeit mit mehreren Knochenbrüchen und Traumen auf der Intensivstation. Drei Tage lag er im Koma und jetzt kommt er allmählich zu sich. Sein Zustand ist ernst. Die Augenzeugen des Unfalls berichten, dass Sergej in einer Wohnung bei einem Freund zu Besuch war. Er beugte sich über den Balkon und verlor aus Unachtsamkeit das Gleichgewicht. Das Ergebnis ist auf den Fotos zu sehen.

Nach dem Unfall im Spital, 2015



Die Familiengeschichte der Ukrainskijs

   Sergej Ukrainskij wurde am 20. August 1994 in Nikolajew geboren. Er war das zweite Kind der Familie. Seine ältere Schwester Irina freute sich so sehr über die Erweiterung der Familie. In der Schule gehörte Sergej zu den Jungen, die ständig aktiv waren und gerne Sport trieben. Es ist schwer zu sagen, welche Sportart Sergej nicht gefiel. Er betätigte sich zu verschiedenen Zeiten in Fechten, Laufen, Rudern, Judo, Karate usw. Mit einer Durchschnittsnote beendete er die Schule und beschloss Koch zu werden. In der Berufsschule lernte er aber nicht lange, weil er das Interesse an dem Studium verlor. 2009 wurde für die Familie Ukrainskij das Jahr der Lebenswende. Zu unserem Bedauern war dieser Umbruch negativ. Sergejs Mutter Natalja starb an einem Gehirnschlag. Zudem hatte sie eine sehr schwache Leber. Ihr Körper war zu schwach, um den Krankheiten Widerstand zu leisten.    Diese Tragödie hat Sergej, seinen Vater und seine Schwester schwer mitgenommen. Gerade zu jener Zeit verlor der Familienvater seine Stelle beim munizipalen Linientaxi-Dienst, wo er als Chauffeur arbeitete. Später fand er eine Arbeit in einem fernen Dorf im Chersoner Gebiet. Der Mann war gezwungen, seine Kinder zu verlassen. So lange Irina auf ihren jüngeren Bruder aufpasste, lief alles mehr oder weniger gut. Nach einiger Zeit zog sie dann aber zu einem Mann namens Walerij. Sergej blieb also ohne jegliche Stütze und Aufsicht. Für die Ukrainskijs, die unter der Armutsgrenze zu leben haben, begann eine Pechsträhne.

Sommerferien im Dorf Ribakowka, 2008



Die härteste Probe

   Sergejs grösste Herausforderung liegt derzeit darin, nach dem Unfall wieder auf die Beine zu kommen. Sein Zustand ist stabil aber ernst. Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt wurde klar, dass die Chancen, dass Sergej wieder gesund wird, ziemlich hoch sind, weil er jung und stark ist. Da ist aber das Problem der Finanzierung. Die Familie ist verarmt. Als Sergej in die Klinik geriet, wurden in seiner Wohnung Gas, Strom und Wasserleitung abgeschnitten. Wegen massiver Verschuldung.
   Wie oben erwähnt wurde, zog sich Sergej mehrere Verletzungen zu, und zwar ein Polytrauma, eine Gehirnquetschung des vierten Grades, einen Bluterguss in der linken Hälfte des Gehirns, einen Bruch der linken Schulter und einen Bruch des rechten Arms. Zudem wurden die Beine verletzt, was eine Bänderdehnung verursachte. Er ist noch nicht bei klarem Bewusstsein, und die rechte, teilweise gelähmte Körperseite spürt der Kranke fast nicht. Diese Folgen hätten offensichtlich mit den Hirnverletzungen zu tun, so die Ärzte. Um die ersten Tage im Spital zu ermöglichen, hat Sergejs Vater alle Familiengüter verkauft. Nun braucht Sergej eine Notoperation an der rechten Schulter, damit die Knochen richtig zusammenwachsen. Für die weitere Therapie hat er kein Geld mehr. Unsere Stiftung ist für diesen Jungen buchstäblich die letzte Hoffnung. Sergej steht noch eine finanziell teure und langwierige Behandlung bevor. Die Kosten sind schwer zu beziffern, in der Klinik spricht man von einer Summe von ungefähr 1000 bis 2000 Franken. Plus einer Rehabilitationsphase, die dem Mann in nächster Zukunft bevorsteht. Sergejs Vater besucht seinen Sohn jeden Tag. Manchmal kommt auch seine Schwester Irina vorbei, um ihn moralisch zu unterstützen. Dieser
    Beistand ist natürlich wichtig, aber er allein kann die Situation nicht zum Guten ändern. Für die Fortsetzung der Therapie ist der junge Ukrainer auf die Hilfe fremder Menschen angewiesen: Er braucht teure Antibiotika und eine Menge Verbandstoff und Infusionen. Die beiden Männer haben niemanden an ihrer Seite. Sergejs Grossvater Anatolij (geb. 1927) und Grossmutter Walentina (71-jährig) mütterlicherseits kommen mit Mühe und Not über die Runden.

Mit seinem Vater, 2012


   Liebe Leserinnen und Leser unseres Blattes, wir hoffen, dass Sie sich in die Lage von Sergej Ukrainskij versetzen können. Sein Fall ist wirklich schwer. Ob er für den Rest seines Lebens Invalide bleibt oder als gesunder Mann das Spital verlässt, hängt nun von unserer Entscheidung und unserem Mitgefühl ab. Wir bitten unsere Spender, sich für Sergej einzusetzen und ihm eine Perspektive für eine gute und glückliche Zukunft zu schenken. Der Entscheid dafür liegt bei uns.
   Das SOS GERASJUTA Stiftungs-Team aus der Ukraine wünscht Ihnen frohe und gesegnete Ostertage!