«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Walentina Wasilewitsch,

geb. 1976

und Sohn Dmitrij,

geb.1994

 

 Dmitrij wohnt mit seinen Eltern und Geschwistern im kleinen Dorf Malyje Kopany im Chersoner Gebiet in der Südukraine. Ihm widerfuhr ein schreckliches Unglück: Er hatte einen Autounfall, bei dem sein Lastkraftwagen in Brand geriet. Der Mann erlitt schwere Hautverbrennungen (60-65 Prozent des Körpers), auch seine Atemwege wurden durch das Feuer schwer beschädigt. Sein Zustand war äusserst ernst.
 Die Mutter Walentina (1976) und Vater Walerij (1964) sind arbeitslos, sie haben noch zwei Kinder – die Tochter Marija (1993) und den jüngeren Sohn Maxim (2006). Die beiden sind auch kränklich und haben eine Augenschwäche. Walerij leidet an Hypertonie und Rückenschmerzen. Die Familie war nicht imstande, mehrere Hauttransplantationen sowie das tägliche Wundverbinden und eine lange Regeneration zu bezahlen. Deswegen bat Walentina die gutherzigen Menschen aus der Schweiz um Hilfe für ihren Sohn. Nur dank diesen nicht gleichgültigen Wohltätern konnten bei Dmitrij eine Augenunterlid-Korrektur, die Wiederherstellung seines Mundes und zahlreiche Heilverfahren, die zur Verbesserung des Allgemeinzustands beitrugen, durchgeführt werden. Auch wurde für den Mann ein spezieller Kompressionsanzug bestellt. Dmitrij stehen noch viele Korrekturoperationen in der Hauptstadt Kiew bevor, denn der Weg zur Genesung dauerhaft ist. Aber am wichtigsten ist die Tatsache, dass Dmitrijs Leben ausser Gefahr ist.
 Wasilewitschs bedanken sich herzlich bei den gnadenreichen Schweizern.

         







Adler mit gebrochenen Flügeln

   „Ich bin der glücklichste Mann der Welt! Meine Frau, mein lieber Schatz, hat mir einen Sohn geschenkt! Er ist unsere künftige Stütze, unser Stolz, und wird unsere Familientraditionen weiterführen. Ich werde alles dafür tun, damit aus ihm ein ehrwürdiger Mann wird!“ – ein friedliches Lächeln breitet sich über das Gesicht von Walerij Wasilewitsch aus, wenn er sich an sein erstes Telefonat aus der Geburtsklinik im Herbst 1994 erinnert. Mit dreissig Jahren ging sein grösster Traum – einen Sohn zu bekommen – in Erfüllung. Seit seiner Geburt mangelte es Dmitrij nie an der Liebe und dem Respekt seiner Eltern. Der aufrichtige und weise Vater als Vorbild und die liebende Mutter trugen zur Entwicklung seiner freundlichen und gewissenhaften Persönlichkeit bei. Mit diesen Worten beschreibt jeder im Dorf den jungen Dmitrij, was für seine Eltern Balsam für die Seele bedeutet.
   Liebe Spenderinnen und Spender, gibt es überhaupt etwas Schlimmeres, als sein eigenes geliebtes Kind leiden zu sehen? Walerijs Antwort lautet eindeutig „Nein!“ Wir geben ihm Recht.
   Vor wenigen Tagen hatte Dmitrij einen schlimmen Autounfall, bei dem sein LKW in Flammen aufging. Auch der junge Mann fing Feuer und erlitt dabei schwere Verbrennungen, von denen 60% seines Körpers betroffen sind. Seine Familie ist verzweifelt und weiss nicht, wie sie die Summe für die lebensrettenden Massnahmen aufbringen soll. Der nachfolgende Artikel wird Ihnen die tragische Geschichte von Dmitrij Wasilewitsch näher bringen. Unsere gemeinsame Anteilnahme ist der letzte rettende Strohhalm für die Wasilewitschs, der sie aus dem Strudel des Kummers herausziehen kann.

Dmitrij in der Schulbibliothek, 2000

Stolz der Eltern

   Gute Kinder sind ein Kompliment an die Eltern. Es ist eine sehr mühsame und manchmal ermüdende Arbeit, ihnen noble Werte beizubringen, sie auf den richtigen Weg zu führen und immer aufzupassen, dass sie ja nicht stolpern und keine groben Fehler begehen. Erst wenn das Kind erwachsen ist, lässt sich beurteilen, ob die Eltern ihren „Job“ gut gemacht haben. Im Fall der Familie Wasilewitsch verdienen Walerij und seine Ehegattin Walentina (1976) die höchste Punktzahl: ihr Sohn Dmitrij ist fleissig, zielstrebig, pflegt einen gesunden Lebensstil, respektiert die Älteren und geht liebevoll mit den Kindern um. Ein Traummann, wie seine Ehefrau Wita, die ihn im Sommer des letzten Jahres geheiratet hat, sagt. Seit der Hochzeit lebte das Paar im Dorf. Nach dem Militärdienst, wo Dmitrij für sein logisches Denken, seine Zuverlässigkeit und sein Streben nach Innovation ausgezeichnet wurde, bekam der zeitweilige Arbeitslose das Angebot, in der Regionalstadt Cherson beim Steueramt zu arbeiten. Die Probezeit sollte bereits eine Woche später starten. Die mittellose Familie freute sich ungemein darauf, in absehbarer Zukunft mehr Stabilität zu haben und somit mit der Familienplanung beginnen zu können. In der Zwischenzeit schuftete Dmitrij als Hilfsarbeitskraft mit unregelmässigem Lohn. Zum grossen Leid der ganzen Familie wurden durch den Unfall alle Träume und Bestrebungen des jungen Paares zunichte gemacht.

Familie Wasilewitsch mit der Grossmutter, 1996

Tragödie bricht die Flügel

   Dmitrij lässt sich mit dem Adler, dem die Flügel gebrochen wurden, vergleichen. Ein junger kraftvoller Mann mit grossen Zielen, der liebt und geliebt wird und voller Zuversicht in die Zukunft blickt – und plötzlich bricht alles in sich zusammen. Dmitrij geriet in einen schweren Verkehrsunfall und fing dabei Feuer. Erst die Feuerwehr und andere Autofahrer konnten die Flammen an seinem Körper löschen. Ihren Dmitrij so zu sehen, zerreisst der Familie das Herz: mehr als 60% seiner Haut ist verbrannt und auch sein schönes Gesicht wurde verstümmelt. Mehrere plastische Operationen werden nötig sein, um ihm sein altes Aussehen mehr oder weniger zurückgeben zu können. Im Moment geht es jedoch darum, sein Leben zu retten. Eine lange Liste von Medikamenten soll Dmitrij helfen, seinen Körper zu stärken und ihn aus der schweren Krise herauszuholen. Erst danach kann mit den Hauttransplantationen begonnen werden.

Kurz nach dem Militärdienst mit Ehefrau Wita, Anfang 2015


   Die Familie Wasilewitsch ist nie wohlhabend gewesen. Mit schwerer Arbeit verdiente sie sich das tägliche Brot und es war nie genug Geld vorhanden, um etwas auf die Seite legen zu können. Und jetzt, vor dem Nichts stehend, schaut Dmitrijs verzweifelte Familie in eine ungewisse Zukunft. Die arbeitslosen Eltern können die für die Behandlung nötige Summe nicht aufbringen. Die Geschwister des jungen Mannes sind noch jung: Marija, die Schwester (Jahrgang 1993), studiert an der Uni und Maxim, Dmitrijs Bruder (geb. 2006), geht noch zur Schule. Beide leiden unter einer Sehschwäche und sind auf ärztliche Hilfe angewiesen.
   Zurzeit steht aber Dmitrijs Überleben an erster Stelle. Staatliche Behörden können dem Unfallopfer keine Hilfe bieten. Das Budget reiche dafür nicht aus, bekamen die Wasilewitschs überall zu hören. So brachte sie das Schicksal auf unser Hilfswerk. „Hier wurde bereits vielen Menschen geholfen und Dmitrijs Arzt hat uns eure Organisation als echte Unterstützung empfohlen“ – sagten uns die niedergeschlagenen Eltern, als sie unsere Stiftung besuchten.

Dmitrijs Hochzeit, Sommer 2015

   Wir haben Dmitrijs Arzt kontaktiert und uns nach seinem Zustand und seinen Chancen erkundigt. Der Fachmann klang optimistisch und erwiderte uns, er hätte in seiner Praxis bereits schlimmere Verbrennungsopfer behandelt und diese wieder auf die Beine gebracht. Wichtig sei jetzt die Medikamentenversorgung. Man dürfe keine Zeit verlieren und den erschöpften verletzten Körper nicht zusammenbrechen lassen. Dmitrij ist erst 21 Jahre alt und steht am Anfang seines Erwachsenenlebens. Die Eigenschaften, die ihm von seinen fürsorglichen Eltern mitgegeben wurden, würden seinen Mitmenschen noch viele Jahre lang Freude bereiten. Wir wenden uns an Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit der Bitte, für Dmitrijs Behandlung nach Möglichkeit zu spenden, und dadurch sein Leben zu retten und für eine glückliche Zukunft seiner Familie zu investieren!

Dmitrij in der Intensivstation, vor kurzem