«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Anna Duda

geb. 1985

 

    Anna ist eine glückliche Mutter von sechs wunderschönen Kindern: Alexandra (geb. 2002), Ekaterina (geb. 2008), Wiktoria (geb. 2011), Sergej (geb. 2013), Anastasija (geb. 2015) und Tatjana (geb. 2016). Anna erzieht den Nachwuchs mit dem Ehemann Pawel (geb. 1983) in Liebe und Verständnis. Die Familie wohnt in einer kleinen Einzimmerwohnung, wo es für alle nur wenig Platz gibt. Anna bat um Spenden, um die Etagenbetten, Nahrungsmittel und Kleidungstücke für die Kinder zu besorgen.
   Der grösste Teil der Spenden wurde jedoch für die Behandlung aller plötzlich erkrankten Kinder ausgegeben. Auch Annas Ehemann bekam eine Kieferhöhlenentzündung und wurde zweimal operiert, wodurch er seinen Job verlor. Die Familie besorgte auch einen Herd und ein Bügeleisen sowie Nahrungsmittel. Anna ist den Gönnern für ihre Hilfe äusserst dankbar. Jetzt ist die Familie in einer schwierigen finanziellen Situation. Anna ist wieder gezwungen, sich an gute Wohltäter aus der Schweiz zu wenden und um ihre Unterstützung zu bitten.

df  df

df

Minderjährige Kinder unter der Armutsgrenze

   „Tüchtig arbeiten, Gottes Gesetze achten, die Gesundheit pflegen“ – so lautet die Antwort von vielen Menschen auf die Frage, wie man handeln muss, um in bitterer Not nicht zusammenzubrechen. In Wirklichkeit haben wir eine andere Situation hier in der Ukraine, wo sogar fleissige Menschen mit starken moralischen Prinzipien nicht immer in der Lage sind, sich selbst und ihre Familie zu ernähren. Mal werden sie von Arbeitgebern betrogen, mal kriegen sie Probleme, die kaum erlauben, ihren miesen Stand zu verbessern. In diesem Artikel erzählen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, von der kinderreichen Familie Duda, die sich in der Stadt Nikolajew in tiefem Elend befindet und unter kümmerlichen Wohnbedingungen leidet. Alle ihre Bemühungen, die Situation zum Besseren zu wenden, bringen kein Resultat, und alle acht Familienmitglieder sind in ein Mietzimmer, das schon für zwei Personen kaum genug Platz bieten würde, eingeengt.

Anna und Sergej am Hochzeitstag, 2012

   СFamilie Duda besteht aus Vater Pawel (geb. 1983), Mutter Anna (geb. 1985) und sechs nicht volljährigen Kindern: Alexandra (15), Ekaterina (9), Wiktoria (6), Sergej (4), Anastasia (2) und Tatjana (1). Anna war früher verheiratet, doch ihr erster Mann verliess sie mit dem Kind, ohne irgendeine Hilfe geleistet zu haben. Die junge Frau war verzweifelt, aber sie schaffte es, die Tochter alleine aufzuziehen und später einen zuverlässigen Mann kennen zu lernen. Sie brachte ihm zwei Kinder zur Welt. Er war voller Liebe und Wärme, verbrachte die ganze Freizeit mit der glücklichen Familie und zeigte sich verantwortungsvoll und mildherzig. Eines Tages kehrte er nach einem langen Arbeitstag nicht heim. Gemäss den Ärzten erlitt er einen Herzschlag.
   Damals, von Leid geplagt, hatte die dreifache Mutter Anna keine ruhige Minute. Alles schien ihr ungerecht. Hätte Anna keine drei schönen Kinder, hätte sie vermutlich damals sogar den Kopf hängen lassen. Sie waren der einzige Grund, sich nicht das Leben zu nehmen. Sie musste Alexandra mit den nötigen Schulsachen versorgen, während die beiden anderen hübschen Mädchen ihre Pflege benötigten. Ohne jeglichen Beistand in der ganzen Welt geblieben, nahm sie sich doch vor, ihre Töchter unter allen Umständen gut zu erziehen, ohne auf die Schwierigkeiten auf dem Lebensweg zu achten.
   Da öffnete das Schicksal für Anna eine Tür: Sie traf Pawel, der sie wieder glücklich machte. Sie mieteten eine Wohnung, der Mann hatte eine Arbeit. Dieser Lohn war wichtig für die Familie. Allmählich war die materielle Lage nicht mehr so aussichtslos miserabel, die Dudas bekamen drei wunderbare gemeinsame Kinder. Anna fand auch einen Job. Das ausgewogene Leben war aber nicht von Dauer und es zog eine schwarze Wolke nach der anderen über der Familie auf. Annas Arbeitsgeber beschuldigte sie fälschlicherweise der Geldentwendung und feuerte sie fristlos, ohne irgendein Entlassungsgeld oder den verdienten Monatslohn ausgezahlt zu haben. Natürlich war das eine Verleumdung von ihm, einer seiner Tricks, um nichts zahlen zu müssen. Jetzt pflegt die Frau ein Baby, kümmert sich um die älteren fünf Kinder und bekommt eine kleine Sozialhilfe vom Staat.

Das jüngste Kind wird aus dem Geburtshaus abgeholt, 2016

   Die schwarze Pechsträhne im Leben wollte nicht aufhören. Pawel verletzte sich am Fuss und konnte eine bestimmte Zeit lang kein Geld verdienen. Während er sich im Spital kurieren liess, war er nicht in der Lage, sich beim Arbeitsamt anzumelden. Infolgedessen wurde die schon ungenügende Sozialhilfe zusätzlich reduziert. Der Mann verlor nicht nur seinen Job, sondern war durch diese Situation doppelt bestraft.
   Grosse Familien haben viele Rechte, die nur auf dem Papier geschrieben stehen und nicht immer funktionieren. Das Grundgesetz garantiert ihnen eigentlich sozialen Schutz und finanzielle Unterstützung. Die Geschichte der Familie Duda zeigt genau das Gegenteil. Und so ist es auf jedem Schritt und Tritt.
   Die Familie musste in ein Zimmer in einer Gemeinschaftswohnung umziehen, um sich die Miete leisten zu können. Hier mussten sie noch gegen ein Problem kämpfen, und zwar wo man das Essen kochen kann, weil es im Zimmer weder Küche noch Herd gab. Die Lösung war, im gemeinsamen Flur neben dem Treppenhaus einen Gasherd zu installieren.
   Zusammengepfercht lebend, spürt die Familie den festen Griff der Armut. Nur ein kurzer Blick auf die unbeglichenen Rechnungen lässt Anna jedes Mal in Tränen ausbrechen. Das Kindergeld und der geringe Lohn, den der Familienvater auf der Baustelle verdient, rinnen wie Sand durch die Finger. Sie genügen kaum für die Lebensmittel. Drei Töchter gehen in die Schule und brauchen die nötigen Sachen für das Lernen und Leben. Im Zimmer gibt es für acht Leute nur zwei Betten… Die Ältere wird nächstes Jahr den Beruf der Friseurin in einer Berufsschule vor Ort erlernen. Alexandra hofft, dadurch bald finanzielle Unabhängigkeit zu gewinnen. Die andere Tochter Annas Ekaterina möchte in der Zukunft Krankenpflegerin werden. Sie liest viel und lernt gut. Noch zwei Kinder sind im Kindergarten. Alle Kids sind fleissig und helfen einander. Sergej, ein süsses vierjähriges Bübchen, sagte den Leuten vom SOS GERASJUTA Hilfswerk, er möchte Offizier werden und seine Mutter beschützen. Hoffentlich verwirklichen sich diese hellen Träume der Kinder.

  

Sergej mit den Kindern in der Stadt vor Weihnachten, 2017

   Anna und Pawel pflegen eine gesunde Lebensweise und helfen ihren Kindern, ebenso gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Die Eltern erklären ihnen die Hintergründe dazu und gelten als ein gutes Vorbild. Sie sind der Meinung, dass es leichter und besser ist, gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, als dann die Folgen der Krankheiten zu heilen. Der Vater ist für die Kinder immer da. Schon von klein auf bringt er ihnen Fleiss bei, wie sie ihre Gesundheit pflegen und einander respektieren und am besten unterstützen können.
   Die Kinder stellen ihren Eltern gern viele Fragen. Mit grosser Neugier interessieren sie sich dafür, woraus die Wolken sind und warum der Himmel blau ist. Solche Fragen sind für Anna leicht zu beantworten. Aber wenn es um Dinge wie ihre prekären Lebensbedingungen geht, kann die Frau nur wenig erwidern. Die Eltern geben sich da immer viel Mühe, um den Kleinen zu erklären, dass irgendwann mal ihr Elend ein Ende nimmt. Danach folgt aber oft die nächste Frage: „Wann?“
   Familie Duda hat alle Hoffnungen auf staatlichen Schutz und irgendwelches Mitgefühl seitens der Beamten aufgegeben. Darum wendet sie sich im Rahmen der Ostern-Aktion via SOS GERASJUTA Stiftung an die gütigen Schweizerinnen und Schweizer mit der Bitte, sie in dieser so schweren Zeit zu unterstützen. Jede von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, geleistete Spende wäre für diese bedürftige Familie von grosser Bedeutung.

Die Familie Duda heute

  Das Leben ist ein Kreislauf, in dem sich immer etwas verändert. Jetzt können wir aus Mitleid der kinderreichen Familie Duda, die im Strudel der Armut ertrinkt, helfen und ihr einen Rettungsring zuwerfen, damit mindestens die Kinder sich vollwertig ernähren können. So kriegen sie eine Chance auf eine würdige Kindheit und können dann, in Zukunft, Ihre jetzt geschenkte Herzensgüte ebenfalls unseren Mitmenschen mehrfach erwidern.