«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Julia Makarowa

geb. 1977

 

   Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes blieb Julia allein mit vier Kindern: Marjana (geb.1997), Andrej (geb. 1998), Nikita (geb. 2008) und Maksim (geb. 2012). Die ganze Familie lebte von den wenigen Mitteln, die der Staat für die Kinder bewilligt. Wegen der Geldknappheit hat Julia vor kurzem eine Arbeit im Lebensmittelgeschäft gefunden. Tochter Marjana arbeitet auch als Verkäuferin in einem Geschäft, um für das künftige Studium etwas zu sparen. Das Mädchen träumt davon, das Restaurantgewerbe zu erlernen. Sohn Andrej war Student der Berufsschule, er sollte Elektrogasschweisser werden, aber jetzt kümmert er sich um seinen jüngeren Bruder Maksim, der aufgrund der schwierigen materiellen Lage zu Hause blieb. Nikita und Marjana schielen; um diesen Mangel zu beheben, brauchen sie eine Laserkorrektur. Julia wandte sich an die Schweizer Gönner und bat um Hilfeleistung, damit ihre Kinder eine Ausbildung machen können und um die Spirale der totalen Armut zu durchbrechen.
   Dank der Hilfsbereitschaft der Schweizer Bürger konnte Julia die Behandlung der Lungenentzündung bei Maxim und der obstruktiven Bronchitis bei Nikita bezahlen. Die Frau dankt herzlich dafür.
   Der Preis für die Laserkorrektur von Nikitas und Marjanas Sehkraft ist aber sehr hoch für die Familie. Ausserdem muss man wichtige Reparaturen im Haus durchführen, in erster Linie ein neues Dach legen lassen. Die Ersparnisse der Makarows sind erschöpft. Deswegen muss Julia die gutherzigen Menschen erneut um Unterstützung bitten.

   
 


Erste Weihnachten ohne Familienvater Wie wird es für Makarows?

  Während der Zeit des hellsten Festes glaubt man gewöhnlich an die Wunder, ungeachtet dessen, ob man klein oder erwachsen ist. Vor einigen Monaten liess die Heldin unseres Booklets Julia Makarowa ihren Ehemann beerdigen. Seitdem nistete in ihrem Haus Leere und Verlassenheit ein. Der Nachwuchs Julias – vier Kids – lernt jetzt, ohne seinen lieben Vater weiterzuleben und sich mit dem erbarmungslosen Schicksal auszusöhnen. Der jüngste Knabe, dreijähriger Maksim, begreift in Anbetracht seines Alters überhaupt nicht, dass Vati gestorben ist und die Mutter oft fragt, wo er sei. Maksims „Ich vermisse ihn so sehr!“ reisst das Herz der armen Frau in Stücke. Selber lernt die erschütterte Mutter, ihr Leben aufs Neue zu gestalten und nun eigenverantwortlich für alles zu sein.
  Niemand ist im Stande, solche tragische Verluste aufzufüllen. Aber wir rufen Ihr Mitleid an, liebe Spenderinnen und Spender! Vielleicht wären eben Sie jener Mensch, der das Leben der Kinder irgendwie leichter machen und ihrer fassungslosen Mutter materielle Hilfe leisten könnte. Darunter schildern wir ihre Lebensgeschichte.

Fünf „Waisen“

   Einmal glückliche und freundliche Familie von Julia Makarowa, wie es schon oben erwähnt wurde, verlor in diesem Jahr den Familienvater Wiktor (Lebensjahre 1970-2015). Die Lungenentzündung beraubte so früh seine Existenz.
   „Meine vier Kinder und ich selber sind einfach verwaist“, gesteht Julia im privaten Gespräch. Siebzehn Jahre, die sie mit ihrem Ehemann in der Ehe verbracht hatte, vergingen wie im Flüge. Sie haben Vieles erlebt: Gutes und Schlechtes. Doch waren sie immer beieinander, ihr einziges gemeinsames Ziel befolgend – die Kinder grosszuziehen und damit sie unbedingt gute Menschen werden. Sie machte heimische Behaglichkeit, für alles anderes war der Mann verantwortlich – Hauptverdiener und Familienoberhaupt im richtigen Sinne des Wortes. Wenn es nötig war, den Elternabend in der Schule zu besuchen oder die Schulleistungen der Tochter Marjana (1997) und des Sohns Andrej (1998) zu prüfen, war er immer da. Julia fühlte sich immer geborgen, im Unterschied zum heutigen Tag, wenn sie völlig ratlos ist. Was kann sie antworten, in die Augen des jüngsten Buben Maksim (geb. 2012) schauend, der bisher denkt, der Vater sei auf der Arbeit. Sein um vier Jahre älterer Bruder Nikita (Jahrgang 2008) – diesem Dialog konnte sie einfach nicht zuhören – „korrigierte“ einmal den Kleinen: - Nein, Maksim, der Vater ist tot. - Was bedeutet das, tot zu sein? - Man hat ein Gräbchen geschaufelt und da unseren darin Vater gelegt. Nur der Gott weiss, was in diesem Moment in der Seele des kleinen Menschleins geschieht. Nikita, der zweite Kleine, hat eine zarte empfindliche Seele und ist in der letzten Zeit sehr verschlossen geworden. Julia musste sogar einen Termin beim Psychologen für ihn vereinbaren. Sie versteht, dass der Junge mit dem Papa sehr verbunden war und momentan jemanden braucht, der als männliches Vorbild für ihn gelten könnte. Der älteste Bruder Andrej, der dem Vater sehr ähnlich ist und viele seine Charakterzüge geerbt hat, versucht so oft, wie es nur möglich ist, mit den Brüderlein Zeit zu verbringen. Nach der Berufschule, wo er den Job des Schweissers erlernt, eilt er nach Hause. Auf dem Heimweg kauft er gewöhnlich schlichtes Essen für die Nächsten. Dass Andrej goldene Hände hat und jede männliche Arbeit im Haushalt durchführen kann, ist auch Vaters Verdienst. Dem Foto nach konnten sie beide die Bauarbeiten in ihrem reparaturbedürftigen Haus leider nicht beenden. Wiktor schuftete in einer Werkstatt und machte Möbelstücke auf Bestellung. Grosse Verantwortung vor der Familie und Arbeitssucht wurde fatal, obwohl wir keine Richter sind: Wie Julia erzählte, wollte er sofort nicht zum Arzt gehen, er hätte die Bestellung beenden wollen und versprach der Frau, dass nach drei Tagen, wenn er fertig wäre, wäre er unbedingt gegangen. Zu spät. Die Temperatur 40 Grad verbrannte seine beschädigten Lungen… Er starb eines jähen Todes sofort, als er ins Krankenhaus geliefert wurde…
   Marjana, Erstgeborene, pflegt die Jüngeren, wenn die Mutter ein paar Stunden pro Tag Zeitungen auf den Strassen für die Groschen an die zufälligen Passanten reicht. Die Tochter ist auf der Arbeitssuche. Sie möchte Administratorin des Hotel- und Restaurantgewerbes werden, aber wegen der Geldnot scheint dies zurzeit unvorstellbar zu sein. Julia hat sich aber versprochen, die Ausbildung allen vier Kindern zu ermöglichen – ihr Traum für die Zukunft. Und für heute – Kinder irgendwie zu ernähren und behandeln zu lassen, denn Marjana und Nikita haben Probleme mit der Sehkraft. Die Schrägheit bei den beiden muss mittels Laser korrigiert werden. Julias Mutter, die getrennt wohnt, ist pflegebedürftig und hat den zweiten Behinderungsgrad. Die alte Frau leidet an Leberzirrhose – Folge des jahrelangen Jobs bei einer Tankstelle. Mitte neunziger Jahre wurde eben diese Tankstelle jener Ort, wo Julia, damals 19-jähriges Mädchen, als sie einmal zu Mama auf ihre Arbeit kam, ihren zukünftigen Ehegatten – Ehre seinem Andenken! – kennen lernte…

Glückliche Eltern Julia und Wiktor, 1997 Schulanfängerin Marjana mit dem Bruder Andrej, 2003

   Liebe Wohltäterinnen und Wohltäter, heutzutage gibt es so viel Leid und Trübsal in dieser Familie. Wollen wir unsere Herzen aufschliessen und einen Funken der Güte an sie schenken! Mehrfache Mutter Julia ist im Mutterschaftsurlaub, der misere Einkommen von Verbreitung der Zeitungen ist heutzutage nichts. Sie konnte dieses Jahr den Sohn Nikita zur Schule nicht schicken, weil keine Finanzen bei ihr für die Schulsachen, Beträge und Kleidung vorhanden waren. Ihre Barmherzigkeit und Milde werden tausendmal belohnt!
   Am Vorabend des ersten Advents und für das zukünftige Fest wünscht das ganze Team der SOS GERASJUTA Stiftung Ihnen fröhliche Festtage und einen guten Start ins Neue Jahr! Herzlichst bedanken wir uns bei Ihnen für unsere fruchtbare Kooperation!

Die ganze Familie Makarows, Herbst 2015 Kinder mit dem Vater (links) und einem Freund der Familie, Neujahrfest 2002