«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   






Olga Zhintschyn

geb. 1983

 

 Die mehrfache Mutter Olga aus dem Dorf Konezpol im Nikolajewer Gebiet und ihr Ehemann Igor (geb. 1975) sind Eltern von zehn Kindern. Die drei Töchter Darja (geb. 2006), Ksenia (geb. 2007) und Maria (geb. 2008) sind Schülerinnen der hiesigen Dorfschule. Die kleineren Kinder Alena (geb. 2010), die Zwillingstöchter Anna und Elisaweta (geb. 2011), Solomia (geb. 2015), Kristina (geb. 2017) und die beiden Söhne Michail (geb. 2013) und Maksim (geb. 2014) gehen noch nicht zur Schule. Von Zeit zu Zeit findet Igor einen kleinen Job im Dorf. Das Kindergeld vom Staat wird ausschliesslich für die Nahrung und Kleidung der Kinder ausgegeben.

  Die Grossfamilie wohnt in einem Zweizimmer-Häuschen, welches so verfallen ist, dass man es nicht mal mehr mit einer Renovierung retten könnte. Der grösste Wunsch der gläubigen Familie ist ein würdiges Zuhause. Die Fundierung für ein neues Haus stand bereits, doch für den weiteren Bau fehlte das Geld.

  Olga und ihr Mann baten die Gönnerinnen und Gönner aus der Schweiz um finanzielle Unterstützung für den Bau ihres neuen Hauses. Die Mittel, die die Spender zukommen liessen, wurden komplett in die Besorgung der Baustoffe sowie Bauarbeiten investiert. Die Familie bekundet ihren aufrichtigen Dank für die geleistete Hilfe.

   

 




Der Gott ist mein Hirte…

   Täglich kreuzen sich unsere Wege mit denen von mehreren Menschen. Obwohl jeder von uns einzigartig ist, fallen uns nur wenige Personen besonders auf - sie haben aussergewöhnliche Gedankenwelt und Handlungsweise. Die nennt man öfters „einmalige Erscheinung“. Olga Zhintschyn (1983) aus ukrainischer Provinz lässt sich genau mit diesen Worten beschreiben. Ihr Leben ist alles andere, als Zucker lecker – auf ihren Schultern hat die Frau die Sorgenlast um neun minderjährige Kinder. Dazu engt sich die 11-köpfige Familie in einem Gebäude, das nur mühsam als Haus beschreiben lässt. Es ist eher eine baufällige Hütte, deren ausgetragene Wände und Dach Kälte und Niederlagen durchlassen. Um ganz ehrlich zu sein, würden bei vielen von uns pessimistische Gedanken den Ton angeben. Nicht aber bei Olga! Die ganze Familie ist tiefgläubig und beschwert sich nie über ihren ziemlich niedrigen Lebensstandart. Olgas Motto sind die Worte aus den Schriften: „Mein Gott ist mein Fels; ich werde zu ihm Zuflucht nehmen, mein Schild und mein Horn der Rettung, meine sichere Höhe und mein Zufluchtsort, mein Retter. (2 Samuel 22:3)“ Olgas vorbildliche Motivation verdient auf jeden Fall Lob und Preis. Doch die Tatsache bleibt bestehen – die Familie erleidet Not, neun wachsende Körper brauchen ausgewogene Nahrung und erträgliche Lebensbedingungen. Schade nur, dass die Hilfe aus den Behörden kaum zu erwarten ist. Unser Team ist überzeugt – den Kindern muss es immer geholfen werden, besonders wenn ihre dringlichsten Bedürfnisse nicht befriedigt werden! Liebe Leserinnen und Leser! Wir fordern Sie auf, auf unten folgende Informationen einzugehen und mehr über Familie Zhintschyn zu erfahren. Hoffentlich treffen Sie sehr wichtige Entscheidung –lassen mittels Ihrer jeweiligen Spende diese mittellose kinderreiche Familie Licht am Ende des Tunnels sehen!


Igor heiratet Olga, 2004

 

   Ein kleines Dorf Konezpol liegt gegen 200 km weit entfernt von Regionalstadt Nikolajew, wo unsere SOS GERASJUTA Stiftung die Tätigkeit ausübt. Als wir unser Ziel nach drei Fahrtstunden erreichten, bot sich unserem Blick ein graues schäbiges Häuschen. Selbst der Hof verriet uns sofort, mit was für einem grossen Elend diese Familie zu konfrontieren hat. Auf dem Fundament der vernachlässigten Baustelle sass eine junge Frau mit einem Baby auf dem Arm. Ganz in der Nähe spielten mehrere Kinder. Unsere Mitarbeiter lernten jedes Mitglied der mehrköpfigen Familie kennen und wurden ins Haus eingeladen. Fünf Minuten später grüsste uns Olgas Mann Igor. In ihrem sehr arm eingerichteten Haus nur mit geringen Bequemlichkeiten wirkte das Paar verlegen und unsicher. Wir konnten ganz gut sehen, wie peinlich es ihnen ist, ganz fremde Leute ihre Not sehen zu lassen. Verständnisvoll machten wir ihnen Mut, lobten für die Gastfreundlichkeit und legten damit den Grund zum seelischen Gespräch.


Familie Zhintschyn im Sommer 2013


   „Wir sind gläubige Christen und haben tiefe Überzeugung, dass Gottes Anerkennung das würdigste Ziel im Leben jedes Menschen ist. Das ist der Weg, an dessen Ende du dich nie enttäuscht fühlst. Christliche Werte bringen wir auch unseren Kindern bei. „Hört auf Zucht, und werdet weise, und bekundet keine Nachlässigkeit.“ – wiederhole ich ihnen die Worte des Königs Salomo. Ich freue mich, dass in der Sache der Erziehung wir mit meinem Mann es schaffen, in ihren noch kleinen Herzen den Samen der menschlichen Güte wachsen zu lassen. Das Kind ist ein riesiger Segen Gottes, den wir voller Dankbarkeit einnehmen. Probleme sowie materielle Not sind nur zeitweilig, ich bin dagegen sehr glücklich, dass wir dieser Welt sieben Töchter und zwei Söhne gegeben haben. Hoffentlich bringen sie Nutzen und Licht den Anderen!“, liebevoll auf den Nachwuchs schauend berichtete uns Olga. Dabei strahlen ihre Augen innere Freude und Zuversicht aus.


Sechs Töchter der grossen Familie, Sommer 2013


   Die Wirtschaft unseres Landes geht bergab, besonders spürbar ist es in den Dörfern. Weder Arbeit, noch Verdienst, noch jegliche Voraussetzungen zu den besseren Aussichten. Der Familienvater tut sein Bestes für das Wohl seiner grossen Familie. Der Mann nimmt sich an jegliche Arbeit, die ihm die Dorfbewohner nur bieten können. Dazu ist er der Frau bei der Kinderpflege immer behilflich. „Hast du für alle gekocht und die Wäsche gemacht, fängt alles aufs Neue an und so ein paar Mal pro Tag“, verriet er uns mit leichtem Lächeln. Das grösste und aktuellste Problem ist natürlich die Nahrung. Dafür wird Igors geringes Einkommen und Sozialgeld vom Staat ausgegeben. Sind auch schlichte Lebensmittel gekauft, bleiben keine Kosten mehr in der Tasche vorhanden. So wie alle liebenden Eltern wünschen Igor und Olga nur Gutes für ihre Kinder. Vor einigen Jahren legte Herr Zhintschyn die Hand an das ziemlich kraftraubende Werk – er legte im Hof das Fundament für ein neues sicheres und mehr geräumiges Haus. Die Sache ging leider nicht weit vorwärts. Der Grund – immer fehlende Kosten. Das alte Haus, wo alle jetzt leben, wurde vor hundert Jahren gebaut. Eine grosse Herausforderung da zu bleiben, besteht bei dem Unwetter – das Wasser dringt herein und bildet Schimmel. Die Reaktion des Sozialamts? Die Empfehlung, ein neues stabiles Haus zu bauen. Und keiner fragte, auf welches Geld dieses Unternehmen finanziert sein soll!


11-köpfige Familie zu Hause, vor kurzem

   Eine Stunde später verabschiedeten wir uns von Olga, Igor und ihren Kindern. Es stand uns noch eine weite Strecke zurück nach Hause. Unterwegs rasteten entgegenfahrende Autos, es änderte sich die Landschaft hinter der Scheibe, und jeder von uns überlegte sich das Treffen mit dieser einfachen gutseligen Familie. Es wirbelten in unseren Köpfen starke Mischgefühle. Einerseits Bewunderung, dass es die Leute mit hohen Moralprinzipien gibt, die ein hohes Vertrauen zum Gott pflegen und die Schwierigkeiten, soweit es überhaupt möglich ist, ohne Lästern demütig lösen. Andererseits schmerzt uns die Seele beim Gedanken, dass heutiges Model der Gesellschaft die Schwachen und Armen nicht leiden mag. Und es spielt dabei keine grosse Rolle, dass unschuldige Kinder vom frühen Alter Elend und Unterernährung erdulden. Liebe Wohltäterinnen und Wohltäter, wir laden Sie respektvoll ein, an der Spendenaktion für Familie Zhintschyn beteiligt zu werden! Viele Bäche machen einen Strom. Genauso ein Stückchen Wärme und Unterstützung von uns allen können sicher dem Leben Olgas Kinder bunte Farben verleihen!