«Werden Sie zum Lebensretter

und auch Ihr Leben wird dadurch

sinnvoller und reicher»

                                                                  Sergej Gerasjuta   




Kьnstliche Intelligenz in Gestalt eines Hundes?

Das Unternehmen Novamente gab im September 2007 den Beginn eines ambitiösen Experimentes bekannt, welches in der Erlangung von künstlicher Intelligenz KI gipfeln könnte. Im Rahmen dieses Projekts wird das Programm der KI in eine künstliche Welt mit virtuellen Lebewesen geschickt. Die Rollen der virtuellen Wesen sollen reelle Menschen einnehmen. Das Experiment beabsichtigt, dass sich das Programm autodidaktisch e twickelt und sich auf seine Überführung in die Wirklichkeit vorbereitet. Der leitende Fachmann von Novamente, Dr. Ben Goertzel, ist sicher, dass die Ausarbeitung vollwertiger KI die wichtigste Bedingung für den Übergang der Menschheit in ein qualitativ neues Entwicklungsniveau sei. Die KI wird ihr eigenes Niveau immer wieder von selbst übertreffen, was in absehbarer Zeit zu einem gewaltigen Sprung des wissenschaftlich-technischen Fortschrittes führen wird. Vermutlich startet dieses Programm im Rahmen des Computerspiels „Second Life“, das bis jetzt als die realistischste Simulation der menschlichen Zivilisation gilt.
Ben Goertzel sagt auch, dass virtuelle Welten einen idealen Raum für den Aufbau von künstlicher Intelligenz bieten, da das Programm auf diese Weise mit Millionen von Menschen kommunizieren könnte. Diese Menschen wären die Lehrer der KI. Mit so vielen so unterschiedlichen Lehrern würde das Programm lernen, immer schwierigere Aufgaben zu lösen. Damit die KI im Laufe der Zeit die eigene Existenz begreifen könne, erhält sie selbst auch eine Form, ein Äusseres, z. B. eines Hundes.
Der KI einen Körper zu geben, ist wichtig, damit „sie fortlaufend lehren und alle Ereignisse verstehen“, berichtet Goertzel.
Andere Wissenschaftler benutzen Roboter, um die totale KI zu schaffen, was aber meist an der äusserst komplexen Programmierung der Roboter scheitert. Das Selbstverständnis solch programmierter Roboter weicht stark von dem eines Menschen ab und nähert sich höchstens gewissen menschlichen Eigenschaften. Der künstlichen Intelligenz deshalb die Form eines Hundes zu geben, sei die annehmbarste Variante, so der Wissenschaftler.